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Deutschland nach den beidenweltkriegen
 
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shorly



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 25. Nov 2006 20:36    Titel: Deutschland nach den beidenweltkriegen Antworten mit Zitat

Hallo leute,

ich bräuchte ein paar Informationen über die Situation Deutschland nach den beidne Weltkriegen.
Unserer Lehrerin hat gesgat, dass nahc beiden kriegen ein staat gegründet worden ist... das habe ich nicht so ganz verstanden.

Das nach dem 2. einer gegründet wurde, ist mir klar, nämlikch in dem sinne, dass deutschland geteilt wurde usw... aber nach dem ersten?!?!

eine weitere Frage ist, dass wir die Situation Deutschlands nach den Weltkriegen vergleichen müssen... Dazu hab ich leider nur wenig ahnung.

Bitte gebt mir als quelle nicht www.wikipedia.de an, denn das habe ich sschon durchstöber, aber das problem dabei sit, dass es soviele infos gibt, dass man die alle gar nicht ordnen kann..

ich möchte noch dazu sagen, dass es KEINE hausaufgabe ist, sondern lediglich eine vorbereitung für unsere arbeit...

ich wäre euch sehr dankba, wenn ihr mir helfen könntet / würdet....

shorly Hammer Hilfe
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 25. Nov 2006 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja. Im Grunde genommen musst du mehrere Aspekte beachten. Hier die, die mir einfallen:
1. Zerstörung
2. politische Situation
3. gesellschaftliche Situation

zu 1.: Überleg dir, wo der 1. Weltkrieg stattgefunden hat, und dann, wo der zweite. Da gibt es gravierende Unterschiede (auch in dem Zusammenhang ist vielleicht der Begriff "Stunde Null" interessant).
zu 2.: Hier sind die wesentlichen Askpekte: "Versailler Vertrag" (siehe: Pariser Vorortverträge, Versailler Vertrag für Deutschland; und dann: Weimarer Verfassung) "Potsdamer Abkommen" (siehe: 3. Deutschland - dies sind die Bestimmungen genau nach dem Krieg; wenn du noch einige Jahre weiter gehen willst, dann kannst du die Entwicklung bis zur Teilung der beiden deutschen Staaten beleuchten. Hier wären wesentliche Aspekte: Gründung der Bi- und Trizone, Truman-Doktrin, bzw. Anfänge des Kalten Krieges und alles, was damit zusammenhängt).
zu 3.: Hier sei natürlich auch Demographie gemeint: Wie sieht es mit den Toten aus? Wie mit den Verwundeten? Ist das vergleichbar?
Ansonsten fragt sich hier, wie sieht es mit der Gesinnung der Deutschen aus, bzw. wie fühlen sie sich? (1. Weltkrieg: siehe Revolutionen; 2. Weltkrieg: nun ja, da war man wohl eher am Boden zerstört).

Das erst einmal ganz grob. Hier müsstest du genügend Anhaltspunkte finden, um weiterzuarbeiten. Zum Vergleich zwischen Potsdamer Abkommen und Versailler Vertrag findest du auch hier eine sehr interessante Diskussion!
Da ich den Eindruck habe, dass du wirklich nur allzu vage Eindrücke hast, soll das hier erst einmal reichen! Wenn du dann schon einen Überblick hast, dann frag doch ruhig noch einmal konkreter oder erzähl uns, was du denn jetzt weißt und wir verbessern dich.

Gruß
MI

_________________
I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt
shorly



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2006 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Okay ich erzähle einfach mal ein bisschen dazu was mir einfällt, über den zweiten weiß ich etwas mehr als über den ersten....und ihr könnt es ja korrigieren und ergänzen: (Bitte macht euch die Mühe das zu lesen, denn auch ich habe mir große Mühe gegeben)...

1.) Zerstörung:
Nach beiden Kriegen war Deutschland zu größten Teilen zerstört. Beim zweiten Krieg war es so, dass vor allem Frauen das zerstörte Dt. aufbauen mussten, weil der größte Teil der Männer im Krieg getötet worden war bzw. nach dem Krieg nicht mehr in der Lage war, das Land aufzubauen (z.B. aufgrund von Verstümmelungen, Blindheit, usw).

2.) Nachdem der 1. WK zu Ende war, er wurde durch den Versailler Vertrag formal beendet, war Deutschland dazu verpflichtet, diesen Vertrag zu unterschreiben. Der Inhalt dessen war unter andrem folgender:
Deutschland war dazu verpflichtet, die alleinige Kriegsschuld anzuerkennen. Außedem war musste es Reparationskosten zahlen, zu der es nicht in der Lage war. Ein weiterer Punkt war, dass vor allem Deutschlands Militär geschwächt und abgebaut wurde. So durfte es niht mehr als 100.000 Soldaten aufweisen...
Daneben wurden Deutsdhland zahlreiche Gebiete aberkannt und unter andrem an Polen abgegeben.
Irgendwann (weiß nicht genau wann) wurde in Deutschland die Republik ausgerrfuen... darüber weiß ich aber nicht soviel... und dann ist in allen büchern irgendwie die rede, dass dt. demorkatisch wurde, aber es wurde doch die REPUBLIK ausgerufen, also warum wurde es denn demokratisch??

Ein ähnler Vertrag, nämlich das Potsdamer Abkommen, bestimmte Deutschlands Situation nach dem 2. großen Krieg. Die Teilnehmer SU, USA und GB beschlossen, Dt. in verschiedenen Zonen aufzuteilen. So bekam jedes Land, später auch noch Frankreich, seine eigene Zone, die es alleine verwalten konnte.
Über ein paar Ziele war man sich jedoch auch inder Gruppe einig:
Deutschland sollte:
denazifiert (Die NSDAP und ihre Untergruppen sollten beseitigt werden, Amtsenthebungen der NSDAP-Funktionäre fand3n staat, und gegen diese fanden Prozesse staat (z.b. Nürberger Prozesse)
dezentralisiert (Die Länder / Kreise sollten selbstverantwortung übernhemen, Monopole wie z.b. IG-Farben sollten zerschlagen werden, vorest sollte es keine gesamtdeutsche regierung geben)
demilitarisiert (Abbau der Kriegsindustrie, Verbot von Waffenproduktion, vollständige Entwaffnung)
und demokratisiert.(Gleichheitsgrundsatz, Neu/Wiedergründung demkratischer Parteien, Grundrechte).
Schließlich tat sich die ABZ und BBZ zur Bizone zusammen ( Ziel war die wirtschaftliche Erholung) und später kam noch die FBZ dazu, somit wurde sie zur Trizone - das war doch jetzt die BRD oder??
Die Unterschiede zwischen der Triozne und der der SU waren ziemlich groß: Während die "im Westen" eher eine Marktwirtschaft anstrebten, wollte die SU in ihrer Zone die Planwirtschaft. Kurze Zeit später nach der Gündung der BRD wurde im Oten die DDR gegründet.
Dann kam noch eine Währungsrform auf beiden Seiten, so wurden die Unterschiede noch markanta, bis schließlich die Berliner Mauer errichtet wurde. Somit war Dt. moralisch und jetzt auch symbolisch geteilt.
Die Truman-Doktrin sagt mir leider nichts.

3. Wie schon gesagt, gab es in deutschland sehr sehr viele Kriegstote, und da dies nur Männer waren, war ees die Aufgabe der Frauen, das Land wieder aufzubauen. Diese Frauen wurden Trümmerfrauen genannt.
Während man im 1. WK nach dem Krieg noch an Revolutionen dachte und diese auch durchsetzte (z.B. Novemberrevolution, in deren Anschluss dann die Weimarer Republik gegründet wurde), war man nach dem 2. WK am boden zerstört und nicht mehr in der lage, Revolutionen zu machen. Dies war auch der Grund, warum Deutschland nicht nach dem ersten, sondern erst nach dem 2. WK in Besatzungszonen aufgeteilt wurde.
Mehr würde mir aber jetzt auch nicht einfallen....

Naja wie ihr seht, weiß ich über die Politik nach dem zweiten WK etwas mehr als nach dem ersten... aber ihr könnt sicherlich auch sehen, das noch einiges fehlt, deshalb wäre ich euch sehr dankba, wenn ihr mir helfen würdet.

MFG

shorly
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2006 17:42    Titel: Antworten mit Zitat

shorly hat Folgendes geschrieben:
Okay ich erzähle einfach mal ein bisschen dazu was mir einfällt, über den zweiten weiß ich etwas mehr als über den ersten....und ihr könnt es ja korrigieren und ergänzen: (Bitte macht euch die Mühe das zu lesen, denn auch ich habe mir große Mühe gegeben)...


Keine Sorge, das wird schon gelesen! Ich hab schon wesentlich längere Beiträge gesehen.

shorly hat Folgendes geschrieben:

1.) Zerstörung:
Nach beiden Kriegen war Deutschland zu größten Teilen zerstört. Beim zweiten Krieg war es so, dass vor allem Frauen das zerstörte Dt. aufbauen mussten, weil der größte Teil der Männer im Krieg getötet worden war bzw. nach dem Krieg nicht mehr in der Lage war, das Land aufzubauen (z.B. aufgrund von Verstümmelungen, Blindheit, usw).

Leider hat sich hier schon der erste Fehler eingeschlichen. Für den zweiten Weltkrieg stimmt das, was du sagst, ungefähr. Sicher hast du schon den Begriff "Trümmerfrauen" gehört. Viele Städte waren durch die Bombenteppiche der gegnerischen Luftwaffe zu relativ großen Teilen zerstört und vor allen Dingen Frauen mussten hier helfen wieder aufzubauen. Allderdings war auch noch einiges stehen geblieben, nämlich ziemlich viel von dem, was auf dem Land war (unter anderem auch größere Fabrikanlagen, die sich ja nicht unmittelbar in den Städten befanden. Schon richtig, die größten Anlagen, v.a. der Stahl- und Waffenindustrie, waren dem Erdboden gleich gemacht, aber eben nicht alles). Vieles von dem, was jetzt noch stand, wurde langsam von den Siegermächten (v.a. Großbritannien) demontiert (siehe: Potsdamer Abkommen, IV. Reparationszahlungen aus Deutschland).
Aber für den ersten Weltkrieg stimmt das nicht. Nach dem ersten Weltkrieg war Deutschland nicht zerstört. Die Luftwaffe hatte damals noch nicht die Reichweite gehabt, Bombenteppiche wurden auch nicht abgeworfen und alle Kämpfe fanden außerhalb des Reichsterritoriums (v.a. Nordfrankreich und Russland) statt. Deutschland war also nicht zerstört, nur die Produktion war ziemlich lahm gelegt.

shorly hat Folgendes geschrieben:

2.) Nachdem der 1. WK zu Ende war, er wurde durch den Versailler Vertrag formal beendet, war Deutschland dazu verpflichtet, diesen Vertrag zu unterschreiben. Der Inhalt dessen war unter andrem folgender:
Deutschland war dazu verpflichtet, die alleinige Kriegsschuld anzuerkennen. Außedem war musste es Reparationskosten zahlen, zu der es nicht in der Lage war. Ein weiterer Punkt war, dass vor allem Deutschlands Militär geschwächt und abgebaut wurde. So durfte es niht mehr als 100.000 Soldaten aufweisen...
Daneben wurden Deutsdhland zahlreiche Gebiete aberkannt und unter andrem an Polen abgegeben.

Richtig. Deutschland musste riesige Summen an Reparationszahlungen leisten (such mal hier auf dem Board, vor ein, zwei Monaten hab ich glaube ich mal die genauen Summen rausgesucht - aber die findest du ja auch in der Wikipedia).
Die von dir genannten Punkte bzgl. des Militärs sind ebenfalls richtig (hinzu kommt: Das Rheinland musste demilitarisiert werden!).
Und jetzt kommen die Gebietsabtretungen: Du nennst hier vor allen Dingen die Gebiete im ehemaligen Osten (Schlesien), die an Polen abgegeben werden mussten. Das sind auch die wichtigsten. Hier musst du wissen: Diese Gebiete waren wirtschaftliche sehr wichtige Gebiete, ein Großteil der Kohleindustrie war hier (der andere Teil im Ruhrgebiet).
Hinzu kommt, dass Deutschland die Kolonien abtreten musste und auch eine Zeitlang an Machteinfluss im Saarland verlor.
Aber was genau heißt das jetzt? Nun, Deutschland verlor 1. einen Teil seiner Wirtschaftskraft und 2. erheblichen politischen Einfluss. Frankreich hatte erreichen wollen, dass Deutschland so geschwächt wird, dass ein wiederholter Angriff unmöglich wird, was aber vor allen Dingen Wilson verhindern wollte, denn er sah in einem gedemütigten Deutschland eine Gefahr (siehe hierzu auch: 14-Punkte-Programm).

shorly hat Folgendes geschrieben:

Irgendwann (weiß nicht genau wann) wurde in Deutschland die Republik ausgerrfuen... darüber weiß ich aber nicht soviel... und dann ist in allen büchern irgendwie die rede, dass dt. demorkatisch wurde, aber es wurde doch die REPUBLIK ausgerufen, also warum wurde es denn demokratisch??


Naja, am 19.11. (wenn ich mich richtig erinnere), wurde die "sozialistische Republik" ausgerufen (Vorbild Russland). Diese aber scheiterte. Dennoch war ein Weg zur Demokratie unausweichlich, dadurch, dass der Kaiser ja bereits abgedankt hatte. Allerdings wollten die führenden Parteien (allen voran auch die SPD) keine leninistische Räteherrschaft, sondern eine Demokratie nach französischem Vorbild. Der "Rat der Volksbeauftragten" wurde dann Anfang 1919 durch eine verfassungsgebende "Nationalversammlung" ersetzt (letztere wurde gewählt). Die Verfassung die daraufhin entstand, legte dem deutschen Staat eine Demokratie zugrunde (Weimarer Republik). Es ist richtig, dass eine Republik nicht zwangsläufig demokratisch sein muss, aber bei dieser lief es halt am Ende darauf hinaus.

shorly hat Folgendes geschrieben:

Ein ähnler Vertrag, nämlich das Potsdamer Abkommen, bestimmte Deutschlands Situation nach dem 2. großen Krieg. Die Teilnehmer SU, USA und GB beschlossen, Dt. in verschiedenen Zonen aufzuteilen. So bekam jedes Land, später auch noch Frankreich, seine eigene Zone, die es alleine verwalten konnte.
Über ein paar Ziele war man sich jedoch auch inder Gruppe einig:
Deutschland sollte:
denazifiert (Die NSDAP und ihre Untergruppen sollten beseitigt werden, Amtsenthebungen der NSDAP-Funktionäre fand3n staat, und gegen diese fanden Prozesse staat (z.b. Nürberger Prozesse)
dezentralisiert (Die Länder / Kreise sollten selbstverantwortung übernhemen, Monopole wie z.b. IG-Farben sollten zerschlagen werden, vorest sollte es keine gesamtdeutsche regierung geben)
demilitarisiert (Abbau der Kriegsindustrie, Verbot von Waffenproduktion, vollständige Entwaffnung)
und demokratisiert.(Gleichheitsgrundsatz, Neu/Wiedergründung demkratischer Parteien, Grundrechte).


Nichts dran auszusetzen. Hinzuzufügen wäre noch:
- Deutschland wird auf den Gebietsstand von 1938 zurückgesetzt, als vorläufige Grenze zwischen Polen und Deutschland wird die Oder-Neiße-Linie gesetzt (Schlesien und Königsberg sind komplett abgetrennt).
- Reparationszahlungen sollen von den Besatzungsmächten entnommen werden
- Das deutsche Volk soll NICHT gedemütigt werden.
--> Im Grunde genommen ist die Situation also ziemlich anders als nach dem ersten Weltkrieg. Zwar werden Deutschland nicht unbezwingbare Reparationszahlungen aufgezwungen, allerdings bleibt Deutschland auch kein eigenständiger Staat mehr, sondern ist ja aufgeteilt zwischen den Siegermächten.
Hier noch ein paar Sätze zu den Besatzungszonen: Wie du weiter unten schreibst, wurde Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt, weil keine Revolution stattfand. Das ist leider falsch. Deutschland wurde nur deshalb in Besatzungszonen aufgeteilt, weil die Siegermächte sicher gehen wollten, dass Deutschland nicht schon wieder nationalsozialistisch wird. Sie wollten also eine wirkliche Demokratisierung des Landes auch überwachen (nach dem 1. WK fand nämlich keine Demokratisierung in den Köpfen der Leute statt, was auch ein Grund war, warum Hitler so ein leichtes Spiel hatte).

shorly hat Folgendes geschrieben:

Schließlich tat sich die ABZ und BBZ zur Bizone zusammen ( Ziel war die wirtschaftliche Erholung) und später kam noch die FBZ dazu, somit wurde sie zur Trizone - das war doch jetzt die BRD oder??
Die Unterschiede zwischen der Triozne und der der SU waren ziemlich groß: Während die "im Westen" eher eine Marktwirtschaft anstrebten, wollte die SU in ihrer Zone die Planwirtschaft. Kurze Zeit später nach der Gündung der BRD wurde im Oten die DDR gegründet.
Dann kam noch eine Währungsrform auf beiden Seiten, so wurden die Unterschiede noch markanta, bis schließlich die Berliner Mauer errichtet wurde. Somit war Dt. moralisch und jetzt auch symbolisch geteilt.
Die Truman-Doktrin sagt mir leider nichts.


Truman-Doktrin: Die Truman-Doktrin ist eine 1947 verfasste Doktrin des amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman, in der die Amerikaner allen freiheitsliebenden Staaten ihre Unterstützung gegen jedwede Gefahr zusichern. Für Experten ist dies häufig einer der Auslöser für den kalten Krieg. Wie du weißt war die politische Eintracht der Siegermächte schon gegen Kriegsände am Bröckeln und diese Differenzen (ideologisch bedingt, versteht sich) wuchsen in den darauffolgenden Jahren und die geplante Vereinigung Deutschlands wurde eine Herausforderung. Die Zusammenfassung zur Bi- und Trizone, sowie die darauffolgende Währungsreform (bis 48)kann man quasi als Ausgrenzung der SBZ sehen. Nach der Londoner Außenministerkonferenz von 1947 war dann auch allen klar, dass es nicht mehr zur Einigung kommen konnte.
Aber warum wurden die Deutschen Staaten gegründet? Im Grunde genommen war Deutschland zum Spielball der beiden Großen geworden: Beide, die SU und die USA wollten dem jeweils anderen zeigen, wer die Macht besaß.
Allerdings hatte dies auch einen Vorteil: Aus diesem Grund wurde Deutschland in den Marshallplan, später auch in die Nato, aufgenommen und wirtschaftlich "gepusht": Man wollte einen Pufferstaat. Auf der anderen Seite machten die Soviets natürlich dasselbe und so kommt es zur Gründung zweier deutscher Staaten (mit politisch völlig anderer Ausrichtung). Ich höre jetzt hier mal auf. Der Rest ist dann wirklich schon zu weit entfernt.

shorly hat Folgendes geschrieben:

3. Wie schon gesagt, gab es in deutschland sehr sehr viele Kriegstote, und da dies nur Männer waren, war ees die Aufgabe der Frauen, das Land wieder aufzubauen. Diese Frauen wurden Trümmerfrauen genannt.
Während man im 1. WK nach dem Krieg noch an Revolutionen dachte und diese auch durchsetzte (z.B. Novemberrevolution, in deren Anschluss dann die Weimarer Republik gegründet wurde), war man nach dem 2. WK am boden zerstört und nicht mehr in der lage, Revolutionen zu machen. Dies war auch der Grund, warum Deutschland nicht nach dem ersten, sondern erst nach dem 2. WK in Besatzungszonen aufgeteilt wurde.
Mehr würde mir aber jetzt auch nicht einfallen....


Naja. Die Revolutionen nach dem ersten WK sind korrekt. Die Gründe sind eigentlich andere: Klar, man hatte noch "Power", wie gesagt, es war ja nichts zerstört. Man war einfach wütend auf die militärische Führung gewesen (der Matrosenaufstand, oftmals als Auslöser gesehen, passierte, weil die Marineführung einen Suizid der Flotte plante, indem sie diese in eine hoffnungslose Schlacht schicken wollte). Außerdem hatten viele das Vorbild Russlands gesehen und wollten die Gunst der Stunde nutzen, um auch eine kommunistische Regierung einzuführen.
Auf der anderen Seite war die Gesellschaft nach dem zweiten Weltkrieg zermürbt. Wie du richtig sagtest, man konnte nicht mehr - und man wollte nicht mehr. Viele wussten, dass viel Unrecht geschehen war und konnten sich einfach nicht mehr für den Krieg erwärmen. Und auch für Politik war einfach keine Zeit mehr. Man wollte einfach nur auf sein eigenes Überleben achten müssen. Erst später konnte man sich auch mit anderen Dingen befassen.

Soweit von mir (soll jetzt auch reichen Augenzwinkern ). Ich hoffe, dass das jetzt auch alles stimmt. Naja, wenn jemand noch Fehler findet, bitte melden! smile

Gruß
MI

_________________
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Franklin D. Roosevelt
shorly



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 26. Nov 2006 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hey,´

so schlecht wie ich dachte, war ich ja gar nicht Prost . wie gesagt, bin nicht gerade die beste in Geschi...

So wenn ich fetzt kurz den Vergleich zur Zerstörung machen darf (da war ja einiges Falsch ^^):

1.) Zerstörung:

Deutschland war im ersten WK aufgrund der geringen Reichweite der Luftwaffen (usw.) nicht wirklich zerstört worden, doch sehr geschwächt worden. Natürlich waren während dem Krieg viele deutsche Soldaten, doch die Zahl begrenzt sich "nur" auf die der Soldaten: da der Krieg nicht unbedingt in Deutschland stattfand (Keine Ahnung ob das wirklich stimmt... wo fand er denn wirklich statt??)) wurden nicht Zivlisten getötet.

Nach dem 2. WK war Deutschland jedoch zu einem großen Teil zerstört (Infrastruktur, Gebäude, viele Häuser usw). Natürlich wurden auch in dieserm Krieg wieder sehr sehr viele Soldaten getötet, doch der große Unterschied liegt darin, dass in diesem Ktrieg auch unschuldige Zivlisten getötet wurdfen, da es Bombenangriffe auf Deutschland gegeben hatte. In die wenigen unzerstörten Gebiet drängten sich Einheimische, Evakuierte und Flüchtlinge, die schon während des Kriegs aus dem Osten geflohen waren.
Auch die "Kornkammern" im Osten waren zstört worden und auch die landwirschaftliche Produktíon war aufgrund der Zerstörung begrenzt. So mussten Menschen mit sehr wenig Essen am Tag auskommen, wodurch bald große Hungersnot herrschte. Da auch das Geld wertlos geworden war, konnte man sich kaum noch Güter leisten. Der Tauschhandel, Schwarzmarkt und Kompenstaionsgeschäfte blühten auf.
Da viele Männer im Krieg umgekommen waren, war es nun die Aufgabe der Frauen, Deutschland wieder aufzubauen. Diese Frauen nannte man Trümmerfrauen...

wollte nur mal sicher gehen, obs ejtzt auch wikrlich stimmt. ich glaub den Rest hab ich ganz gut verstanden...

Liebe Grüße

shorly
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2006 19:22    Titel: Antworten mit Zitat

Über die Zerstörung in der Landwirtschaft weiß ich nicht viel. Das mit Hungersnot und Inflation stimmt wohl (eine Nahrungsknappheit gab es, wenn ich mich richtig erinner, auch schon nach dem ersten Weltkrieg - weil plötzlich aus dem Krieg zurückkehrende Soldaten ernährt werden mussten, auf den Feldern aber keine Bauern die Arbeit machten...). Aber das ist auch nicht wirklich mein Spezialgebiet.

Zu den Fronten:
Klick dich hier durch die Bilder und du siehst: Nur im äußersten Osten war die Front wirklich in Deutschland (und auch nur 1914, als der Krieg noch nicht so statisch - und damit zerstörerisch war: http://www.dhm.de/lemo/objekte/karten/1914/index.html Im Westen verlief sie an dessen Grenze - aber die Zerstörung war natürlich nicht so groß wie in Russland oder Frankreich.

Gruß
MI

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Franklin D. Roosevelt
Crash



Anmeldungsdatum: 21.11.2006
Beiträge: 26
Wohnort: Neustrelitz

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2006 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

MI hat Folgendes geschrieben:
Nun ja. Im Grunde genommen musst du mehrere Aspekte beachten. Hier die, die mir einfallen:
1. Zerstörung
2. politische Situation
3. gesellschaftliche Situation


Würde hier die Gebietsabtretungen und Wirtschaftliche Situation mit rein nehmen.

Zu den Gebietsabtretungen.

Nach dem 1. WK , hat Dtl. alle seine Kolonien (Kamarun, Ost-Afrika, Südafrika und Togo) abtreten müssen und durfte auch keine weiteren Territorialen Ansprüche stellen. Weiterhin Nordschleswig, Posen, Westpreußen (Danzig), Memelgebiet, Elsaßlothringen, Saarland und Euben Malmedy. (Quelle http://www.deutsche-schutzgebiete.de/vertrag_von_versailles.htm) Hab glaub ich irgendwo ma gelesen insgesamt 13% des reiches.

Nach dem 2. WK, "musste" Dtl. die Oder-Neißel-Grenze anerkennen sprich der rest der ehemaligen Ostpreußischen Territorium ist nun auch weg.

Mit der Wirtschaftlichen Situation hab ich mich noch nich so doll auseinander gesetzt da ich diesen Bereich noch nie brauchte, wär aber auch ma intressant die Wirtschaftliche Situationen zuvergleichen.

Was ich weiß.
Nach dem 1 WK. Deutsche Produktion kommt zum erliegen. Frankreich (die Entente) fordert imense Summen die der Deutschen Wirtschaft auf Jahre schädigt.

Nach dem 2 WK Alle großen Produktionstätten sind zerstört (nur einige unterirsisch existieren noch) dazu kommt die Demontage vorallem im ,von Russland (SU) besetzen Gebieten. Dies fürht zum wirtschaftlichen totalen Stillstadt für 2-3 Jahre.

Hoffe konnte auch noch helfen. MI hat ja eigentlich schon fast alles gesagt was geht ^^.

Mfg
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2006 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Crash hat Folgendes geschrieben:

MI hat Folgendes geschrieben:
Nun ja. Im Grunde genommen musst du mehrere Aspekte beachten. Hier die, die mir einfallen:
1. Zerstörung
2. politische Situation
3. gesellschaftliche Situation


Würde hier die Gebietsabtretungen und Wirtschaftliche Situation mit rein nehmen.


Ich hab die zuerst unter politische Situation eingegliedert (weil die ja in den Verträgen vereinbart sind). Aber zumindest die wirtschaftliche Situation sollte man einzeln behandeln, da hast du wohl Recht... Thumbs up!

Über die Grenzabtretungen hab ich deshalb auch schon ein bisschen geschrieben, aber deine Angaben sind noch genauer (mein Gedächtnis kennt halt nicht alle Gebiete).

Die wirtschaftlichen Dinge sind glaube ich auch noch eine Ausführung dessen, was ich nur angedeutet habe, von daher:

Crash hat Folgendes geschrieben:
Hoffe konnte auch noch helfen. MI hat ja eigentlich schon fast alles gesagt was geht

1. Ich hab noch nicht alles gesagt (man könnte bestimmt noch so viel sagen - wenn ich da den Vorträgen meines Geschichte Zusatzlehrers lauschen muss... Big Laugh )
2. Auch die kleinste Zusatzinformation ist wertvoll! Wenn vielleicht auch nicht für diesen Benutzer (obwohl - ich könnte es mir vorstellen), dann bestimmt für andere Suchende, die gerne etwas zu diesem Bereich wissen möchten (und solch ein Thread wird bestimmt hin und wieder einmal zitiert).
3. Willkommen und noch viel Spaß in unserer Community (obwohl die anderen der Forenreihe leider viel größer sind als unsere traurig ... Naja, vielleicht wird's noch).

Gruß
MI

_________________
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Franklin D. Roosevelt
shorly



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 28. Nov 2006 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

hey ih beiden

ich möchte euch beiden wirklich für eure Hilfe danken...
So morgen ist die arbeit und ich habe ehrlich gesagt ein gutes gefühl (dank eurere hilfe)

hoffe ihr drückt mir die daumen Thumbs up!


byeee

shorly
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