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lionel Gast
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Verfasst am: 19. Dez 2010 17:33 Titel: hi |
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HEY LEUTE!
WISST IHR, WOHER DIE SKLAVEN IM ALTEN ROM KAMEN?
ICH HABE ECHT KA! |
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DmitriJakov
Anmeldungsdatum: 15.11.2010 Beiträge: 164
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Verfasst am: 20. Dez 2010 00:16 Titel: |
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Die Sklaven kamen aus den eroberten Gebieten und dem Plebejertum der heimischen Bevölkerung.
Heute würde man dazu sagen: Die modernen Sklaven sind die Arbeiter, Hartz IV Empfänger, Niedriglohnarbeiter und Migranten.
Irgendwie hat sich in der Wirtschaft und Sozialstruktur in den letzten 2000 Jahren kaum etwas verändert. |
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Commander Help Gast
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Verfasst am: 20. Dez 2010 14:35 Titel: |
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| DmitriJakov hat Folgendes geschrieben: |
Heute würde man dazu sagen: Die modernen Sklaven sind die Arbeiter, Hartz IV Empfänger, Niedriglohnarbeiter und Migranten.
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DAs ist für mich wirklich eine absolute neuheit!
Sklaven sind meist Kriegsgefanene ode meinst du vllt die Clienten die den Zins für ihren Patron nicht auslösen konnten o.ä.???
Guß Com. Help |
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Xabotis Gast
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Verfasst am: 22. Dez 2010 22:00 Titel: |
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ja, ich glaube auch, dass du da etwas ein wenig verdreht hast, sowas wie Hartz IV Empfänger gab es auch gar nich, da hatte man entwerde Geld oder nicht, sowas wie Versicherungen vom Staat kam viel viel später, da hat man sich nicht drum gekümmert, das war menschlicher Müll und wenn er einem nichts schuldig war, interessierte er auch nicht, sklaven waren aber noch darunter, denn die sind im Zwölftafelgesedtz mit sacheigentum gleichgesetzt, wie auch ein dokumentierter Fall aus der Zeit besagt, in dem der Klöäger selbst nicht Mord, sondern Sachbeschädigung anklagte |
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Commander Help Gast
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Verfasst am: 23. Dez 2010 10:50 Titel: |
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Vorallem kann man freie Bürger, ob arm oder reich, gar nicht mit Sklaven vergleichen!
Höchstens mit Freigelassenen, aber der Vergleich ist sowieso abstrus!
LG |
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DmitriJakov
Anmeldungsdatum: 15.11.2010 Beiträge: 164
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Verfasst am: 23. Dez 2010 13:37 Titel: |
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Es tut mir leid, ich hätte den Vergleich zu modernen Zeiten nicht ziehen sollen, ich war in dem Moment wohl etwas emotional aufgewühlt.
Aber dennoch, wenn man sich moderne Begriffe wie "Humankapital" und "Leiharbeit" ansieht, so findet sich der Aspekt, nämlich den Menschen hinter der Arbeitskraft mit einer Sache auf eine Stufe zu stellen, auch heute nocht seine Ausprägung.
Interessant ist folgender Absatz aus Wikipedia: | Zitat: | | In den griechischen Stadtstaaten, wo Sklaven in großer Zahl in der Haus- und Landarbeit eingesetzt wurden, entstand mit dem Aufstieg des Handels die Schuldknechtschaft, bei der nicht zahlungsfähige Schuldner bei ihrem Gläubiger in sklavereiähnliche Abhängigkeit fielen. Die Schuldknechtschaft war auch in Rom verbreitet, mit der Ausdehnung der römischen Eroberungskriege wurden dort jedoch in zunehmendem Umfang Kriegsgefangene versklavt. Sowohl in Griechenland als auch in Rom konnten freigelassene Sklaven das Bürgerrecht erlangen. |
Also war auch im antiken Rom eine Versklavung durch wirtschaftlichen Zwang möglich (Schuldknechtschaft). Genauso wie es eine gewisse Durchlässigkeit gab, nämlich die Freiheit zu erlangen und sogar das Bürgerrecht.
Insoweit ist der Vergleich zu modernen Zeiten nicht völlig abstrus, obwohl der Befriff Sklaverei von der UNO und Menschenrechtsorganisationen wie Terre des hommes eng ausgelegt wird, also auf Zustände wie Zwangsprostitution oder Kindersoldaten. Aber auch illegale Einwnderer werden zum Teil in diesen Kreis eingerechnet, wenn ihnen die persönliche Freiheit, z.B. durch Entzug des Passes, geraubt wurde und sie z.B. auf Baustellen, in Haushalten oder in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
Allerdings fehlt in diesen modernen Fällen die gesetzliche Grundlage, die für die "ordentliche" Sklaverei im antiken Rom vorhanden war. |
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Commander Help Gast
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Verfasst am: 23. Dez 2010 16:21 Titel: |
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| DmitriJakov hat Folgendes geschrieben: |
Interessant ist folgender Absatz aus Wikipedia: | Zitat: | | In den griechischen Stadtstaaten, wo Sklaven in großer Zahl in der Haus- und Landarbeit eingesetzt wurden, entstand mit dem Aufstieg des Handels die Schuldknechtschaft, bei der nicht zahlungsfähige Schuldner bei ihrem Gläubiger in sklavereiähnliche Abhängigkeit fielen. Die Schuldknechtschaft war auch in Rom verbreitet, mit der Ausdehnung der römischen Eroberungskriege wurden dort jedoch in zunehmendem Umfang Kriegsgefangene versklavt. Sowohl in Griechenland als auch in Rom konnten freigelassene Sklaven das Bürgerrecht erlangen. |
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Erstmal musst du dich nicht entschuldigen, ich fand den Vergleich nur extrem und unpassend!
Dann hatte ich ja auch gesagt, was in dem Artikel stand, dass arme Leute versklavt werden konnten, bis sie ihre Schulden abgezahlt hatten! |
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Xabotis Gast
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Verfasst am: 23. Dez 2010 17:12 Titel: |
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ich kann dich in vielerlei Hinsicht auch verstehen, DimitriJakov, abgesehen davon, wie sehr einen die Ungerechtigkeit der welt erschüttert und darüber kann ich mich lang und breit auslassen, es ist eine sehr schwierige Sache diese Definition eines Sklaven, das ist auch für jeden anders, aber einig sind wir uns alle, was auch immer wir unter Sklaverei verstehen, es gilt: Es ist der entzug der individuell bestimmten Freiheit
sklaverei ist ein schwieriger Begriff  |
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MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1710 Wohnort: München
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Verfasst am: 25. Dez 2010 00:28 Titel: |
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Ich denke, dass Sklaverei heute so verstanden wird, dass die betreffende Person Eigentum einer anderen ist. Das ist ein zentraler Punkt. In dem Sinne ist Sklaverei eine Extremform von Freiheitsberaubung und soweit ich weiß mit keiner Verfassung vereinbar.
Auch die meisten genannten Beispiele fallen nicht darunter:
Arbeiter sind einfach Arbeiter. Niedriglöhner haben auch ihre persönliche Freiheit, genauso wie der Großteil der Migranten. Die arbeitende Bevölkerung mag zwar manchmal ausgenutzt werden, insbesondere im Niedriglohnsegment und durch geringe Bildung besteht sicherlich auch eine Abhängigkeit vom Arbeitgeber, aber das hat nichts mit Sklaverei zu tun. Das galt auch für die normale arbeitende, nicht versklavte Bevölkerung in Rom. Der Punkt ist, dass diese zumindest in der Theorie jederzeit kündigen können. Dadurch verlieren sie vielleicht ihre Lebensgrundlage, insofern sind sie "Abhängige", aber nicht "Sklaven". Diese Unterscheidung muss man meiner Ansicht nach schon machen, weil sie auch im alten Rom galt.
Nochmal: Ich sage nicht, dass die persönliche Entfaltungsfreiheit dieser Gruppen nicht teilweise eingeschränkt ist durch die wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse - aber die Arbeiter sind kein "Eigentum" und insofern keine Sklaven. Auch kann ihnen theoretisch nicht beliebig körperlicher und seelischer Schaden zugefügt werden. In der Praxis mag allerdings der psychische Druck auf viele Niedriglöhner enorm sein, das ist sicherlich richtig, doch das liegt daran, dass sich viele - um ihres Jobs willen - zu sehr fürchten, dagegen vorzugehen.
Hartz IV-Empfänger haben auch ihre persönliche Freiheit, werden aber manchmal dazu genötigt, auch arbeiten zu gehen und das Geld abzugeben. Das hat aber den Hintergrund, dass sie dafür eine gewisse Sicherheit bekommen, in Form einer Wohnung und Nahrung. Inwiefern das VIEL ist - darüber lässt sich streiten. Aber auch hier gilt: Sie können die Arbeit verweigern, bekommen dann aber eben irgendwann nicht einmal mehr Hartz IV.
Der einzige Punkt, wo es brenzlig wird, sind Zwangsarbeiten wie z.B. Zwangsprostitution, etc. Hier gibt es bekanntlich tatsächlich Mitglieder, die der Situation nicht entfliehen können; wo keine Kündigung möglich ist. Da kann man schon von Sklaverei sprechen.
Gruß
MI _________________ I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt |
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Xabotis Gast
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Verfasst am: 29. Dez 2010 11:42 Titel: |
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eine sehr diplomatische antwort MI, du solltest Politiker werden
Es stimmt, Sklaverei und Freiheitsberaubung ist sich sehr ähnlich, aber was ist dann mit Religionsfreiheit?
ist die Beraubung der Religionsfreiheit nicht auch eine Form der Freiheitsberaubung und wenn ja, sind dann Regionen ohne Religionsfreiheit nicht auch Sklavenstaaten
Die Frage ist doch: Bin ich Sklave, wenn ich aktiv zu etwas gezwungen werde, oder schon, wenn mir Möglichkeiten des freien denkens verboten werden? |
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MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1710 Wohnort: München
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Verfasst am: 30. Dez 2010 16:58 Titel: |
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Gott bewahre - nein Politiker möchte ich wenn möglich NICHT werden.
Alles, was du nennst, ist meiner Meinung nach eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und erfüllt nicht den Status "Sklaverei" - auch hier möchte ich anmerken, dass ja Religionsfreiheit, etc. im alten Rom bis ins Mittelalter und die Neuzeit nicht nur für die Sklaven eingeschränkt war.
Die Sklaverei benötigt meiner Meinung nach eindeutige "Besitzverhältnisse" - der Sklave muss "jemanden gehören". Dazu muss keine Besitzurkunde vorhanden sein, de facto Verhältnisse sollten reichen.
Aber wie gesagt: Das ist meine Meinung, die einfach auch darauf beruht, was man meines Wissens nach früher als Sklaven bezeichnet hat. Ich könnte mir vorstellen, dass das relativ nah an dem ist, was die Juristen dazu zu sagen haben - aber sicher bin ich da nicht.
Gruß
MI _________________ I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt |
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Xabotis Moderator

Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 30. Dez 2010 17:18 Titel: |
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Ich denke, du hast vollkommen Recht, ich hab oben auch irgendwo gesagt, dass Sklaverei ganz subjektiv ist, du sprichst jetzt meines Verständnisses nach von der gormalen, bzw juristischen Seite
ich habe versucht, die psychologische Ebene ebenfalls mit einzubinden, aber wie man sieht, ist das schwierig.
Begriffe wie Freiheit und Sklaverei sind einfach zu umfangreiche Begriffe, um sie auf allen Ebenen auf eine gemeingültige Erklärung zu bringen.
man kann solche Diskussionen wie in diesem Blog bestimmt auch auf andere Themen ausweiten
Ps: von meiner Grundeinstellung bin ich eigentlich auch eher deiner Meinung, aber irgendetwas in mir schriet dann imme, das ist zu oberflächlich ich bin sehr unsicher
 _________________ Alles ist ein Zugang, um das Zentrum zu suchen.
(Konfuzius) |
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