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Sklaven im Römischen Reich.......
 
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free_prisoner



Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 16. Okt 2006 10:42    Titel: Sklaven im Römischen Reich....... Antworten mit Zitat

hi leute,

wir müssen ein referat über "Sklaven im Römischen Reich" halten, haben zwar info blätter bekommen, haben es aber net kapiert...
deshalb wissen wir nicht wie wir unsere gliederung aufbauen sollen.... was wäre für dieses thema wichtig????????? gliederungsvorschläge???

thx
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 16. Okt 2006 14:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hängt alles davon ab, wie detailreich eure Ausführungen sein sollen und welches Vorwissen zu erwarten ist.

Wenn kein/kaum Vorwissen da ist, dann würde ich schon einmal folgende Punkte vorschlagen (wenn ich Zeit habe, such ich noch nach weiteren):

- Was war per definitionem ein Sklave in Rom?
- Woher kommen die Sklaven?
- Wer hat Sklaven?
- (evtl., wenn du findest) Wie viele Sklaven gab es?
- Welche Aufgaben hatten Sklaven?
- Welche Gesellschaftliche Stellung hatten Sklaven (dieser Punkt ist mit dem vorhergehenden verknüpft).
- Wie konnten Sklaven ihrer Sklavenexistenz entkommen?
- (evtl.) Nackkommen von Sklaven?
- (wenn Sklaventum ausreichend besprochen:) Gravierende Unterschiede zu anderen Sklaventümern (MA oder Kolonialisationszeit).

Die Frage ist auch, ob ihr verschiedene "Sklavengruppen" aufgrund der Aufgaben und Stellung bilden könnt. Man könnte sicherlich auch welche in Betrachtung des dritten Punktes erstellen. Da hier gravierende Unterschiede zwischen den Sklaven bestanden, könnte es sinnvoll sein für jede der eventuellen Gruppen die obigen Gliederungspunkte (bis auf den letzten) einzeln durchzugehen.

Gruß
MI

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Franklin D. Roosevelt
GoTo
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701

BeitragVerfasst am: 17. Okt 2006 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ich ahbe mir mal die Mühe gemacht und dir ein paar gute Links zusammengestellt:
http://www.meinebibliothek.de/Texte/html/sklaverei.html
http://www.maraba.de/Gedseite/menschgs/sklverei.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei
http://www.info-antike.de/sklaven.htm

Wenn man das Referat dann noch auf die Spitze treiben will, sollte man die Sklavenaufstände, besonders Spartacus erwähnen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spartacus
oder die sizilianischen Aufstände: http://people.freenet.de/albionworld/referate/sizref.html
free_prisoner



Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2006 14:12    Titel: Antworten mit Zitat

geillllllllll..... was ihr da finden könnt.......
die gliederung voll gut.....
die links auch total gut.......

!!!!!!!! danke für eure bemühungen...........

ihr seit die besten Thumbs up! Thumbs up! Thumbs up! Thumbs up! Thumbs up!
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 18. Okt 2006 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für deine Komplimente!
Wenn du selber etwas besser werden möchtest in der Internetsuche: Ein paar Tipps hiervon könnten dir vielleicht behilflich sein: http://www.geschichteboard.de/topic,355,-google-tricks.html

(Ich verweise gerne immer wieder Big Laugh )
Gruß
MI

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Franklin D. Roosevelt
GoTo
Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701

BeitragVerfasst am: 01. Nov 2006 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich dem Danka an.
Wie wäre es denn, wenn du uns mal eine Kostprobe deines Referates online stellst und/oder von deinem Vortrag berichtest?
free_prisoner



Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 8

BeitragVerfasst am: 13. Nov 2006 13:26    Titel: Antworten mit Zitat

GoTo hat Folgendes geschrieben:
Ich schließe mich dem Danka an.
Wie wäre es denn, wenn du uns mal eine Kostprobe deines Referates online stellst und/oder von deinem Vortrag berichtest?


das referat war ganz in ordnung, also die lehrerin fand es passabel smile
das referat:

Sklaven

Gliederung:
1. Sklaven:
1.1 Was sind Sklaven?
1.2 Wie wurde man ein Sklave?
1.3 Freilassung von Sklaven
1.4 Sklavenhandel
2. Aufgaben und Probleme der einzelnen Sklavengruppen
3. Das Leben der städtischen Unterschichten
4. Sklavenaufstände

1. Sklaven
1.1Was sind Sklaven?
Der Sklave, in Rom auch servi genannt, ist ein unbeschränktes Sacheigentum, über das sein Besitzer frei verfügen durfte. Er war ein Teil der familia. Der Pater familias durfte sie verkaufen, misshandeln, töten oder auch freilassen. Die persönliche Lage eines Sklaven war je nach Charakter ihres Besitzers, nach ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten und dem allgemeinen Marktangebot an „Sklavenware“ abhängig.

1.2 Wie wurde man Sklave?
In erster Linie wurden Frauen und Männer, die durch Schuldknechtschaft oder Kriegsgefangenschaft in Abhängigkeit gelangt waren zum Sklaven. Außerdem war man ein Sklave, wenn man von einem Sklaven abstammte oder durch Raub an den Sklavenhandel verkauft wurde.

1.3 Freilassung von Sklaven:
Freigelassene nennt man libertus. Sie blieben dem Herrn die Ehrerbietung und den Gehorsam schuldig. Der Herr musste dem Freigelassenen weiterhin in der Not Hilfe leisten. Erst die Kinder des Freigelassenen waren Vollbürger. Freigelassene hatten fast alle Bürgerrechte, außer dass sie keine politischen und militärischen Ämter ausüben und keine Frauen bzw. Männer aus dem Senatorenstand heiraten durften.
Die meisten Sklaven wurden um das 30. Lebensjahr freigelassen.
Seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. ist es zu vermehrten Freilassungen gekommen. Dadurch wurde die Zahl der Bürger ergänzt.

1.4 Sklavenhandel
Einen Sklaven auf dem Markt zu kaufen war nicht billig, jedoch war der Preis je nach Marktlage der Reichsteile verschieden. Außerdem spielte das Alter, das Geschlecht und die Ausbildung der Sklaven beim Verkauf eine große Rolle.
In Rom gab es sehr viele Sklaven, trotzdem ist keine Zahl bekannt, es wurde einerseits angenommen, dass ca. 80% der städtischen Plebs von Sklaven aus dem griechischen Osten stammen und andererseits ca. 60% der Einwohner Roms Freigeborene waren.
Es ist jedoch sicher, dass es seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. einen starken Zufluss von Sklaven nach Italien aus dem Sklavenhandel und in Form von Kriegsgefangenen gab.

2. Aufgaben der einzelnen Sklavengruppen:
2.1 Sklaven in der Stadt:
Sie hatten ein engeres Verhältnis zu ihrem Herrn als diejenigen auf dem Land, außerdem war auch ihre Arbeit leichter. Soweit sie nicht als Hauspersonal tätig waren, konnten sie auch Berufe erlernen, wie z.B. Ärzte, Erzieher oder Buchhalter. In beschränktem Umfang hatten sie die Möglichkeit des Freikaufs, die Freilassung von ihrem Herrn war jedoch häufiger.

2.2 Bergwerksklaven:
Sie standen auf der untersten Stufe menschlicher Existenz. Sie mussten bis zu ihrem Zusammenbruch meist in Minen arbeiten, da es für Rom billiger war tote Sklaven zu ersetzen als lebende ausreichend zu kleiden und zu ernähren. Sie bekamen weder eine Pause noch Schlaf. Rom wollte von ihnen ein größt-mögliches Profit erwirtschaften.

2.3 Feldsklaven:
Ihr Arbeitstag ging von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Da sie nicht nur stark sondern oft auch intelligent waren, wurden sie angekettet. Außerdem mussten sie in Gruppen von 10 Leuten arbeiten, da so eine bessere Überwachung möglich war. Wenn sich ein Sklave seinem Herrn widersetzte wurde er hart bestraft (z.B. in einem Arbeitshaus eingesperrt).

2.4 Haussklaven:
Sie gehörten zur familia des Hausherrn und waren für die Erledigung aller Arbeiten im Haus zuständig (Kochen, Waschen, Putzen). Ihr Leben wurde nicht bis zum äußersten ausgebeutet, wie das der Feld- und Bergwerksklaven, sondern sie hatten noch eine direkte Verbindung zu ihrem Herrn. Durch sie sollte das Leben des Herrn erleichtert werden, sie sollten ihn verwöhnen, sowie seinen Wohlstand und seine Würde repräsentieren.

2.5 Staatssklaven:
Sie mussten Arbeiten erledigen, die heute von der Stadt ausgeführt werden (z.B. Gebäude- und Straßenbau sowie Hafenarbeit). Dazu kam, dass sie sich um die Verwaltungsangelegenheiten des Kaisers kümmerten.

3. Das Leben der städtischen Unterschichten

Die freien städtischen Unterschichten werden auch Plebs urbana genannt. Sie arbeiten als Tagelöhner, Lastträger, Gerber, Töpfer, Wirte, Budenbesitzer, Kleinhändler oder Kleinhandwerker und hatten keine besseren Lebensbedingungen als die städtischen Sklaven. Trotzdem gehörten sie zu den freien römischen Bürgern (ingenui). Sie hatten vor allem unter der Last von Schulden und hohen Mieten zu leiden, außerdem kam noch das Problem, was die gesamte ärmere Bevölkerung der Hauptstadt hatte, der Getreideversorgung, hinzu.
Der Unterschied zu den Sklaven ist, dass diese von ihrem Herrn unterworfen und abhängig waren.

4. Sklavenaufstände
Da die Sklaven so gut wie keine Rechte besaßen, lehnten sie sich gegen den Staat auf.
Die Sklavenaufstände begannen 140 v. Chr. und endeten 70. v. Chr. Die folgenreichste Erhebung war 73 v. Chr., dabei wurden das reguläre römische Heer besiegt. Als 71 v. Chr. die Sklaven der Übermacht des Heeres unterlagen, wurde den römischen Herrn die Gefahren der Sklavenhaltung bewusst und sie wurde langsam eingestellt. Die Sklavenhaltung ist bis heute jedoch noch nie von einem Gesetz abgeschafft worden.

ist doch ganz in ordnung oder??Big Laugh
Hunter



Anmeldungsdatum: 29.02.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 01. März 2008 18:42    Titel: Danke! Antworten mit Zitat

Das har mia auch voll geholfen! Thumbs up! Thumbs up! Thumbs up! Thumbs up!
Pinola
Gast





BeitragVerfasst am: 06. Apr 2010 11:07    Titel: Referat: Sklaven in Rom Antworten mit Zitat

Ich muss auch ein Refarat halten über Sklaven in Rom aber finde einfach nicht wievielle Sklaven es damals ungefähr gab und wie die ersten sklaven nach Rom kamen und wann das war. Bitte bitte helft mir !!!

Das würde mich echt freuen.
Könnt ihr vielleicht auch noch die IInternetseite dahinter schreiben woher ihr die Informationen habt?

DANKE ♥ Big Laugh
AnNiKa °,°
Gast





BeitragVerfasst am: 25. Apr 2010 12:22    Titel: Re: Referat: Sklaven in Rom Antworten mit Zitat

[: hey


ich habe die gleiche Frage gehabt also ich habe da : das mehr als ein viertel von Rom damals sklaven waren :)

viel Glück :D
lionel
Gast





BeitragVerfasst am: 19. Dez 2010 17:33    Titel: hi Antworten mit Zitat

HEY LEUTE!

WISST IHR, WOHER DIE SKLAVEN IM ALTEN ROM KAMEN?

Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe
Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe
Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe Hilfe

ICH HABE ECHT KA!
DmitriJakov



Anmeldungsdatum: 15.11.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 20. Dez 2010 00:16    Titel: Antworten mit Zitat

Die Sklaven kamen aus den eroberten Gebieten und dem Plebejertum der heimischen Bevölkerung.

Heute würde man dazu sagen: Die modernen Sklaven sind die Arbeiter, Hartz IV Empfänger, Niedriglohnarbeiter und Migranten.

Irgendwie hat sich in der Wirtschaft und Sozialstruktur in den letzten 2000 Jahren kaum etwas verändert.
Commander Help
Gast





BeitragVerfasst am: 20. Dez 2010 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

DmitriJakov hat Folgendes geschrieben:


Heute würde man dazu sagen: Die modernen Sklaven sind die Arbeiter, Hartz IV Empfänger, Niedriglohnarbeiter und Migranten.


DAs ist für mich wirklich eine absolute neuheit! grübelnd

Sklaven sind meist Kriegsgefanene ode meinst du vllt die Clienten die den Zins für ihren Patron nicht auslösen konnten o.ä.???

Guß Com. Help
Xabotis
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Dez 2010 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

ja, ich glaube auch, dass du da etwas ein wenig verdreht hast, sowas wie Hartz IV Empfänger gab es auch gar nich, da hatte man entwerde Geld oder nicht, sowas wie Versicherungen vom Staat kam viel viel später, da hat man sich nicht drum gekümmert, das war menschlicher Müll und wenn er einem nichts schuldig war, interessierte er auch nicht, sklaven waren aber noch darunter, denn die sind im Zwölftafelgesedtz mit sacheigentum gleichgesetzt, wie auch ein dokumentierter Fall aus der Zeit besagt, in dem der Klöäger selbst nicht Mord, sondern Sachbeschädigung anklagte
Commander Help
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Dez 2010 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Vorallem kann man freie Bürger, ob arm oder reich, gar nicht mit Sklaven vergleichen!
Höchstens mit Freigelassenen, aber der Vergleich ist sowieso abstrus!Augenzwinkern

LG
DmitriJakov



Anmeldungsdatum: 15.11.2010
Beiträge: 164

BeitragVerfasst am: 23. Dez 2010 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Es tut mir leid, ich hätte den Vergleich zu modernen Zeiten nicht ziehen sollen, ich war in dem Moment wohl etwas emotional aufgewühlt.

Aber dennoch, wenn man sich moderne Begriffe wie "Humankapital" und "Leiharbeit" ansieht, so findet sich der Aspekt, nämlich den Menschen hinter der Arbeitskraft mit einer Sache auf eine Stufe zu stellen, auch heute nocht seine Ausprägung.

Interessant ist folgender Absatz aus Wikipedia:
Zitat:
In den griechischen Stadtstaaten, wo Sklaven in großer Zahl in der Haus- und Landarbeit eingesetzt wurden, entstand mit dem Aufstieg des Handels die Schuldknechtschaft, bei der nicht zahlungsfähige Schuldner bei ihrem Gläubiger in sklavereiähnliche Abhängigkeit fielen. Die Schuldknechtschaft war auch in Rom verbreitet, mit der Ausdehnung der römischen Eroberungskriege wurden dort jedoch in zunehmendem Umfang Kriegsgefangene versklavt. Sowohl in Griechenland als auch in Rom konnten freigelassene Sklaven das Bürgerrecht erlangen.


Also war auch im antiken Rom eine Versklavung durch wirtschaftlichen Zwang möglich (Schuldknechtschaft). Genauso wie es eine gewisse Durchlässigkeit gab, nämlich die Freiheit zu erlangen und sogar das Bürgerrecht.

Insoweit ist der Vergleich zu modernen Zeiten nicht völlig abstrus, obwohl der Befriff Sklaverei von der UNO und Menschenrechtsorganisationen wie Terre des hommes eng ausgelegt wird, also auf Zustände wie Zwangsprostitution oder Kindersoldaten. Aber auch illegale Einwnderer werden zum Teil in diesen Kreis eingerechnet, wenn ihnen die persönliche Freiheit, z.B. durch Entzug des Passes, geraubt wurde und sie z.B. auf Baustellen, in Haushalten oder in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Allerdings fehlt in diesen modernen Fällen die gesetzliche Grundlage, die für die "ordentliche" Sklaverei im antiken Rom vorhanden war.
Commander Help
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Dez 2010 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

DmitriJakov hat Folgendes geschrieben:


Interessant ist folgender Absatz aus Wikipedia:
Zitat:
In den griechischen Stadtstaaten, wo Sklaven in großer Zahl in der Haus- und Landarbeit eingesetzt wurden, entstand mit dem Aufstieg des Handels die Schuldknechtschaft, bei der nicht zahlungsfähige Schuldner bei ihrem Gläubiger in sklavereiähnliche Abhängigkeit fielen. Die Schuldknechtschaft war auch in Rom verbreitet, mit der Ausdehnung der römischen Eroberungskriege wurden dort jedoch in zunehmendem Umfang Kriegsgefangene versklavt. Sowohl in Griechenland als auch in Rom konnten freigelassene Sklaven das Bürgerrecht erlangen.




Erstmal musst du dich nicht entschuldigen, ich fand den Vergleich nur extrem und unpassend!Augenzwinkern

Dann hatte ich ja auch gesagt, was in dem Artikel stand, dass arme Leute versklavt werden konnten, bis sie ihre Schulden abgezahlt hatten!
Xabotis
Gast





BeitragVerfasst am: 23. Dez 2010 17:12    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann dich in vielerlei Hinsicht auch verstehen, DimitriJakov, abgesehen davon, wie sehr einen die Ungerechtigkeit der welt erschüttert und darüber kann ich mich lang und breit auslassen, es ist eine sehr schwierige Sache diese Definition eines Sklaven, das ist auch für jeden anders, aber einig sind wir uns alle, was auch immer wir unter Sklaverei verstehen, es gilt: Es ist der entzug der individuell bestimmten Freiheit

sklaverei ist ein schwieriger Begriff Thumbs up!
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 25. Dez 2010 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, dass Sklaverei heute so verstanden wird, dass die betreffende Person Eigentum einer anderen ist. Das ist ein zentraler Punkt. In dem Sinne ist Sklaverei eine Extremform von Freiheitsberaubung und soweit ich weiß mit keiner Verfassung vereinbar.

Auch die meisten genannten Beispiele fallen nicht darunter:
Arbeiter sind einfach Arbeiter. Niedriglöhner haben auch ihre persönliche Freiheit, genauso wie der Großteil der Migranten. Die arbeitende Bevölkerung mag zwar manchmal ausgenutzt werden, insbesondere im Niedriglohnsegment und durch geringe Bildung besteht sicherlich auch eine Abhängigkeit vom Arbeitgeber, aber das hat nichts mit Sklaverei zu tun. Das galt auch für die normale arbeitende, nicht versklavte Bevölkerung in Rom. Der Punkt ist, dass diese zumindest in der Theorie jederzeit kündigen können. Dadurch verlieren sie vielleicht ihre Lebensgrundlage, insofern sind sie "Abhängige", aber nicht "Sklaven". Diese Unterscheidung muss man meiner Ansicht nach schon machen, weil sie auch im alten Rom galt.
Nochmal: Ich sage nicht, dass die persönliche Entfaltungsfreiheit dieser Gruppen nicht teilweise eingeschränkt ist durch die wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse - aber die Arbeiter sind kein "Eigentum" und insofern keine Sklaven. Auch kann ihnen theoretisch nicht beliebig körperlicher und seelischer Schaden zugefügt werden. In der Praxis mag allerdings der psychische Druck auf viele Niedriglöhner enorm sein, das ist sicherlich richtig, doch das liegt daran, dass sich viele - um ihres Jobs willen - zu sehr fürchten, dagegen vorzugehen.

Hartz IV-Empfänger haben auch ihre persönliche Freiheit, werden aber manchmal dazu genötigt, auch arbeiten zu gehen und das Geld abzugeben. Das hat aber den Hintergrund, dass sie dafür eine gewisse Sicherheit bekommen, in Form einer Wohnung und Nahrung. Inwiefern das VIEL ist - darüber lässt sich streiten. Aber auch hier gilt: Sie können die Arbeit verweigern, bekommen dann aber eben irgendwann nicht einmal mehr Hartz IV.

Der einzige Punkt, wo es brenzlig wird, sind Zwangsarbeiten wie z.B. Zwangsprostitution, etc. Hier gibt es bekanntlich tatsächlich Mitglieder, die der Situation nicht entfliehen können; wo keine Kündigung möglich ist. Da kann man schon von Sklaverei sprechen.

Gruß
MI

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Franklin D. Roosevelt
Xabotis
Gast





BeitragVerfasst am: 29. Dez 2010 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

eine sehr diplomatische antwort MI, du solltest Politiker werden Augenzwinkern

Es stimmt, Sklaverei und Freiheitsberaubung ist sich sehr ähnlich, aber was ist dann mit Religionsfreiheit?
ist die Beraubung der Religionsfreiheit nicht auch eine Form der Freiheitsberaubung und wenn ja, sind dann Regionen ohne Religionsfreiheit nicht auch Sklavenstaaten
Die Frage ist doch: Bin ich Sklave, wenn ich aktiv zu etwas gezwungen werde, oder schon, wenn mir Möglichkeiten des freien denkens verboten werden?
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 30. Dez 2010 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Gott bewahre - nein Politiker möchte ich wenn möglich NICHT werden.

Alles, was du nennst, ist meiner Meinung nach eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und erfüllt nicht den Status "Sklaverei" - auch hier möchte ich anmerken, dass ja Religionsfreiheit, etc. im alten Rom bis ins Mittelalter und die Neuzeit nicht nur für die Sklaven eingeschränkt war.
Die Sklaverei benötigt meiner Meinung nach eindeutige "Besitzverhältnisse" - der Sklave muss "jemanden gehören". Dazu muss keine Besitzurkunde vorhanden sein, de facto Verhältnisse sollten reichen.

Aber wie gesagt: Das ist meine Meinung, die einfach auch darauf beruht, was man meines Wissens nach früher als Sklaven bezeichnet hat. Ich könnte mir vorstellen, dass das relativ nah an dem ist, was die Juristen dazu zu sagen haben - aber sicher bin ich da nicht.

Gruß
MI

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Xabotis
Moderator


Anmeldungsdatum: 29.12.2010
Beiträge: 319

BeitragVerfasst am: 30. Dez 2010 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, du hast vollkommen Recht, ich hab oben auch irgendwo gesagt, dass Sklaverei ganz subjektiv ist, du sprichst jetzt meines Verständnisses nach von der gormalen, bzw juristischen Seite

ich habe versucht, die psychologische Ebene ebenfalls mit einzubinden, aber wie man sieht, ist das schwierig.
Begriffe wie Freiheit und Sklaverei sind einfach zu umfangreiche Begriffe, um sie auf allen Ebenen auf eine gemeingültige Erklärung zu bringen.

man kann solche Diskussionen wie in diesem Blog bestimmt auch auf andere Themen ausweiten

Ps: von meiner Grundeinstellung bin ich eigentlich auch eher deiner Meinung, aber irgendetwas in mir schriet dann imme, das ist zu oberflächlich ich bin sehr unsicher grübelnd

Wink

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