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Parteiensystem Weimarer Republik
 
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Gast






BeitragVerfasst am: 17. Sep 2004 21:30    Titel: Parteiensystem Weimarer Republik Antworten mit Zitat

HAB MAL NE FRAGE; VIELLEICHT HABT IHR NE ANTWORT HIERDRAUF:
Inwiefern scheiterte Weimar am Parteiensystem?
Thomas
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 18. Sep 2004 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

bitte reine Großschreibung unterlassen - das gilt als unhöflich.

Welche Gedanken hast du selbst dir denn schon dazu gemacht? Irgendeine Idee, warum das Parteiensystem in der Weimarer Republik problematisch war?

Gruß,
Thomas
Gast






BeitragVerfasst am: 19. Sep 2004 19:10    Titel: Antworten mit Zitat

hi, tut mir leid meine tastatur spinnt nur manchmal.

also bis jetzt fällt mir dazu ein:

das Problem war.. das man eine Mehrheit zum Regieren nur mit Hilfe mehrerer Parteien, wobei mehrere eben nciht 2 bedeutet sondern 5 und mehr.. das die Interessen dabei mehr als nur einmal auseinandergingen ist klar.. und so gab es immer wieder neue unstimmigkeiten.. und nie zu einer durchgängigen politik...
Eine 5% Hürde gab es damals nicht und somit wurde das Regieren immer schwieriger bis unmöglich!

hab auch gelesen, dass das parteiensystem schwächen und unvollkommenheiten gehabt hatte. aber was waren das denn für welche?
Eine schwäche bestimmt dass es keine 5% hürde o.ä. gab aber was denn noch?

Kann man folgende Gründe eigentlich auch noch nehmen fürs scheitern am Parteiensystem?:
-mangelndes Verständnis für das Wesen des parteienstaates
-ungenügende vorbereitung und zu geringe zahl an qualifizierter politiker
kann die punkte leider nicht erläutern weil sie einfach nur so in meinem text kurz erwähnt wurden. vielleicht wisst ihr ja damit mehr anzufangen.
Thomas
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 19. Sep 2004 23:12    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt doch alles schon ganz gut denke ich Thumbs up!

Gruß,
Thomas
Gast






BeitragVerfasst am: 20. Sep 2004 02:07    Titel: Antworten mit Zitat

Anonymous hat Folgendes geschrieben:
Kann man folgende Gründe eigentlich auch noch nehmen fürs scheitern am Parteiensystem?:
-mangelndes Verständnis für das Wesen des parteienstaates

Ja, aber vor allem mangelndes Demokratieverständnis, oder anders gesagt, man hatte andere Herrschaftsvorstellungen (sowohl nach links als nach rechts - Faschismus, Nationalsozialismus, Monarchie - Kommunismus, Sozialismus)
Gast






BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hi

Scheitern der Weimarer Republik:
Die Weimarer Republik scheiterte aus vielen Gründen. Es wäre Schwachsinn zu sagen, nur das Parteiensystem wäre Schuld. (Das euch das hier klar ist, weiß ich schon. Ich wollte es nur noch mal erwähnen. Und die Frage ist als Teillösung natürlich sinnvoll)

Ich will jetzt nur einen Punk aufgreifen: ungenügende Zahl an (qualifizierten) Politikern. Ich glaube nicht das dieser Punkt ausschlagebend ist bzw war.
Begründung: Schon 1848 wurde eine Parlament gegründet. Spätestens seit dem gibt es kontinuierlich Menschen, die sich als Politiker versuchen (nicht zwangsläufig als Berufspolitiker wie heutzutage). Die Konservativen rekrutieren sich aus dem Bürgertum oder Adel ( je nach Ausrichtung der Konservativen) Auch die Liberalen oder (Zentrum oder wie auch immer) kommen aus dieser Schicht. Bei den Linken (Sozialdemokraten (nur schwer mit den heutigen Sozialdemokraten zu vergleichen* und Sozialisten) bin ich mir nicht so sicher aus welcher Schicht sie wohl kommen mögen. Aber es gibt auf jeden Fall genug oder zu viel. (nur ein Spaß) Augenzwinkern

* Der Vergleich ist nich schwierig, man wird nur feststellen, das es viele unterschiede git , meine formulierung ob ist deshalb etwas unglücklich, aber so ist sie, die deutsche Sprache furchtbar ungenau oder mehrdeutig)

Die Zersplitterung der Parteien ist ein Problem der Weimarer Republik (bzw. der Verfassung)


Ich zitiere einfach mal vieleicht helfen die Gedanken darin weiter (ich hoffe nicht sinnentstellend zu zitieren und gehe mal von einem stillscheigendem Einverständnis des Autors aus, alle Fehler im Text sind im Zweifel durch mich entstanden:

1933 begann der politische Machtkampf zw. Konservativen und Nationalsozialisten fast als Komödie. ... niemand kann bestreiten, daß führende Persönlichkeiten der kons. Rechten .... Hitler in den Stattel geholfen haben: unter ihnen von Papen, von Schleicher, Vögler, .... , die entschiedene Rolle der Leute um den greisen Reichspräsidenten nicht zu vergessen..... Niemand bedauerte die ersten Schritte der neuen Regierung Hitler, der ja anfangs überwiegend Konservative angehörten: von Papen (als Vizekanzler)..... Der 30. Januar war weniger eine "Machtergreifung" als eine "Machtübergabe".



Die Reichstagswahl im Mai 1928, die unter vergleichsweise normalen Bedigungen durchgeführt wurde......

Die DNVP hatte die größten Verluste..... und kam mit 14,2% auf 73 Sitze
(gekürzt:)
Zentrum 12,1% 61 Sitze
DVP 8,7% 45 Sitze
DDP 4,8 % 25 Sitze
BVP 3,1% 17 Sitze
Sozialdemokraten 29,8 % 153 Sitze
KPD 10,6 % 54 Sitze

Summe etwa 80 % der Stimme
weitere Partienen : Bauerpartei, christlich-nationale Bauern-und Landvolkspartei

Das Kabinett Müller (DVP DDP Zentrum), das keinen schlechten Start gehabt hatte , scheiterte, als die Bewältigung der über Nacht ins riesige angewachsenen Probleme der Wirtschaftskrise anstanden, and dem extremen Partikulismus der Interessen der Partienen, vor allem der SPD und der DVP. Persönliche Umstände kamen hinzu. Stresemann starb 1929.... Müller war seit längerem krank....
Mit dem Rücktritt Müllers und der Ernennung Brünings zum Kanzler kam 1930 ein Verfassungszustand zu stande der von der Nationalversammlung 1919 nie beabichtigt war: die Regierung durch Notverordnungen bei Tolerierung durch das Parlament. ... Die Gefahr der ´Präsidialregierung´ bestand , darin daß sich die Institution des Reichspräsidenten zum politischen Angelpunkt... entwickeln konnte. ....
In den Jahren 1930 bis 1933 wiederholte sich in der deutschen Politik jener Vorgang, wie er sich bereits... 1916 bis 1918 abgespielt hatte: die Aushölung jeder verfassungsmäßigen politischen Autorität, sowohl der Parlaments als auch der Regierung. Zugleich trat erneut die Genralität (laos das militär) ale eine Art Nebenregierung auf und gewannen.... einen bestimmten Einfluß auf die politischen Abläufe.

Unter der Kanzelschaft Brünings kam 1932,...., die Wiederwahl Hindenburgs[Anmerkung: sehr alt, mit entsprechenden Folgen] als Reichspräsident zu stande... [Hindenburg erreicht im zweiten Wahlgang 53 % der Srimmen auf Hitler entfielen 35,8 %]
... Eineinhalb Monate nach seiner Wiederwahl entließ Hindeburg ....seinen Kanzler [Brüning]
(aus "Konservative Politk in Deutschland", Wilhelm Ribhegge Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1989, Seite 208 ff
Zitat Ende


Tja, das Buch bezieht sich auf Konservative Politik und bezieht die sonstigen Politik oder Situation nur ein, wenn es nötig zum Verständnis ist, (sonst wäre das Buch wohl noch Dicker und hieße "Politik in Deutschland")

Ich denke aber wenn man diese auszüge liest findet man schon viele Ansätze für einen Grund des Scheiterns.

So zum Schluß noch: Ich habe den Text offline geschrieben und werde ihn jetzt ins Netzt stellen, ohne noch mal zu gucken, ob es neue Posts gibt. Wenn doch schreibe ich wenn die Zeit reicht dazu noch etwas in einem neuen Post



Gruß
Jy
Jy Argon



Anmeldungsdatum: 21.09.2004
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hi
Der Gast mit dem langen Zitat bin ich. Leider kann ich den Beitrag nicht mehr editieren, so daß ihr jetzt mit den Fehlern leben müßt.
Gruß
Jy
Thomas
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 21. Sep 2004 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Jy Argon hat Folgendes geschrieben:
Hi
Der Gast mit dem langen Zitat bin ich. Leider kann ich den Beitrag nicht mehr editieren, so daß ihr jetzt mit den Fehlern leben müßt.
Gruß
Jy


Hab den HTML-Code aktiviert. Guter Text! Thumbs up!

Gruß,
Thomas
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