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Deutsche Sprache, schwere Sprache - Seite 2
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beygin



Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2007 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, beides ist dann wohl möglich. Ich hatte aber dennoch teilweise recht, weil in der Regel bei Grußformeln und verkürzten Imperativformen, der Apostroph weggelassen werden muss.
MacHarms



Anmeldungsdatum: 11.11.2004
Beiträge: 624
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2007 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bitte um Entschuldigung wegen des albernen Witzes mit Maine und Messerschmitt.
Und über mein "Russki-Zitat" hat niemand gelacht?

Peter
beygin



Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2007 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

MacHarms hat Folgendes geschrieben:

Und über mein "Russki-Zitat" hat niemand gelacht?


Nö.
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1655
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 01. Sep 2007 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Doch, das Zitat war zumindest ein Lächeln wert Big Laugh . Und für Entschuldigung für ein Paar Witze braucht wohl im Off-Topic-Bereich niemand zu bitten. Eine lustige Diskussion bleibt doch jedem besser in Erinnerung.

@beygin:
Ja, wahrscheinlich. Aber wie gesagt: Ich bin auch kein Spezialist und kann nur die Regeln interpretieren...
Insgesamt zeigt das aber denke ich, wo das Problem mit der Rechtschreibung ist: Die Regeln haben sich zu schnell und zu oft geändert (in der Diskussion noch schneller) und jetzt sind sie so formuliert, dass sie noch nicht einmal eindeutig sind. Da muss man sich nicht wundern, wenn die Rechtschreibung nicht vereinheitlicht wurde, sondern jeder nach seinem eigenen Gutdünkel schreibt.

Aber noch mal zu deinem Anfangspost:
Dinge wie "von was?" oder "nach Aldi", da gebe ich dir Recht, das ist schon manchmal ein wenig zu viel des Guten. Auch stilistisch unschöne Ausdrücke wie "nicht wirklich" oder einfach grammatisch falsche Benutzungen wie "größer wie" (da schüttelt's mich immer) gehören dazu.
Einiges kommt sicherlich aus dem Englischen: "not really" übersetzt wäre "nicht wirklich", "that makes sense" zu "das macht Sinn" (statt "das hat Sinn" oder "das ist sinnig"). So etwas ist natürlich teilweise einfach als Entwicklung der Sprache anzusehen (wenn der Genitiv verschwindet, sollte man wohl daran denken, dass die Englische Sprache im Laufe der letzten Jahrhunderte sämtliche Fälle verloren hat).
Dennoch gebe ich dir Recht, dass es allzu liberal wäre, die ganz groben Verfehlungen (wie das "wie" bei Vergleichen oder das "nach" statt der Präposition "zu") zu tolerieren. Dennoch bleibt uns wohl nichts anderes übrig: Solche Redensweisen sind in den sogenannten "bildungsfernen Schichten" doch nur allzu verbreitet - und Mainstream wird in aller Regel irgendwann selbst zur Regel...

Gruß
MI

_________________
I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt
Tjamke



Anmeldungsdatum: 01.06.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 02. Sep 2007 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

MI hat Folgendes geschrieben:

Dennoch gebe ich dir Recht, dass es allzu liberal wäre, die ganz groben Verfehlungen (wie das "wie" bei Vergleichen oder das "nach" statt der Präposition "zu") zu tolerieren. Dennoch bleibt uns wohl nichts anderes übrig: Solche Redensweisen sind in den sogenannten "bildungsfernen Schichten" doch nur allzu verbreitet - und Mainstream wird in aller Regel irgendwann selbst zur Regel...


Genau da ist, denke ich, das Problem. Eine Srache lebt. Egal ob man Regel macht oder nicht, sie passt sich der "Mode" an. Niemand mehr würde heute noch so sprechen wie Goethe oder Schiller. Was die Sprache lebendig macht, sind eben alle genannten Einflüsse, wie zB. auch das eingedeutschte englisch. Oder auch ein Beispiel aus dem Französischen (hatten wir als Thema in der Schule, darum weiß ich es gerade nur für Französisch): Es gibt dort Zeit-Formen, die kaum ein Franzose noch bilden kann. Kann man etwas vergleichen mit dem Präteritum, dass in Süddeutshcland kaum noch gesprochen wird, aber trotzdem in den Grammatiken steht. Ich denke, dass sich, egal ist wie viel Regeln man auch aufschreibt, die Sprache ständig (natülich über größere Zeiträume gesehen) ändert. Was sie im übrigen für mich lebendig werden lässt.

lg tjamke
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1655
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 02. Sep 2007 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Tjamke hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, dass sich, egal ist wie viel Regeln man auch aufschreibt, die Sprache ständig (natülich über größere Zeiträume gesehen) ändert. Was sie im übrigen für mich lebendig werden lässt.


Völlig richtig - daher bin ich ja nicht gegen Entwicklungen in der Grammatik, Anglizismen, neue Wörter, auch neue Rechtschreibungen, etc. - jedoch glaube ich, dass allzugroße Vereinfachungen (wie der Wegfall ganzer Zeiten) keine Bereicherung für die Sprache sind, sondern eine Gefährdung, wenn nicht gleichzeitig ein Ausgleich durch (z.B.) erhöhtes Vokabular entsteht. Und der Wegfall einer ganzen Zeit (selbst das Englische hat ZWEI Vergangenheitszeiten + Verlaufsformen) z.B. könnte eine solche Limitierung bedeuten.
Ich bin natürlich weiß Gott kein Experte, daher kann ich natürlich keine fundierten Aussagen über den Einfluss solcher Änderungen machen - aber ich stehe ihnen dennoch etwas skeptisch gegenüber. Nicht umsonst benutzen Regierungen in manchen antiutopischen Romanen vereinfachte Sprachen (z.B. newspeak in 1984 von Orwell).

Gruß
MI

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Tjamke



Anmeldungsdatum: 01.06.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 22. Sep 2007 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das wollt ich damit auch nicht Ausdrücken. Ich meine nur das man da wenig dagegen machen kann. Ich bemühe mich genau deshalb darum (ich komm aus dem Süden Deutschlands) das Präteritum zu benutzen, aber wenn man es einfach nirgends hier hört (oder zumindest selten)...naja ich denk jeder weiß wie leicht man sich zumindest teilweiße anderen Dialekten anpasst, bzw dass man eben leicht in die gleichen Sprachgewohnheiten verfällt wie die in der Umgebung gesprochene Sprach (Dialekte).
Also wie gesagt, ich stehe dem auch sehr skeptisch gegenüber, vor allem deshalb, weil es sonst nur "eine" Vergangenheitsform gäbe. (In Frankreich gibts ja immer noch genug andere Zeiten...auch Vergangenheit .)

lg tjamke
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