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Das Nibelungenlied und die Neuzeit - Abgespaltenes Thema
 
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Franziska



Anmeldungsdatum: 13.03.2005
Beiträge: 41
Wohnort: Nähe Mainz

BeitragVerfasst am: 19. Feb 2006 12:15    Titel: Das Nibelungenlied und die Neuzeit - Abgespaltenes Thema Antworten mit Zitat

Das folgende Thema wurde von einem anderen Thema abgespalten, da es vom Inhalt dessen zu sehr abgewichen ist. Das Zitat hier hat deswegen keinen Bezug zu diesem Thread, sondern bezieht sich auf folgendes Thema: http://www.geschichteboard.de/htopic,818,dolchsto%DFlegende.html
Gruß MI


[quote="Heiliger Ulrich"]spinn ich jetzt oder wie? noch wie was von dt bildungsgut gehört?? die nibelungen sollte man eigentlich als deutscher schon kennen ... auch wenn das jetzt wieder bissi in die nationalsozialistische gegend eingeordnet werden könnte ... aber wenn man schon mal so was wie ne art nationalepos hat ...

[/quote]

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das viele nicht kennen. Ich bin jetzt in der zwölften Klasse und weiß, dass "Nibelungen" für viele ein Fremdwort ist. Es wird zwar teilweise und auszugsweise in Deutsch gelesen, dann allerdings in der "Ursprache", was viele nicht mögen und es so ziemlich schnell auch in ihren Hirnen ad acta legen.
Jason
Gast





BeitragVerfasst am: 11. Jun 2006 16:15    Titel: Niebelungen Antworten mit Zitat

ey ich bin in da 9. klasse. ich kenne das, niemand kennt die deutsche geschichte. ich bin sehr wissbegierig in geschichtlicher hinsicht. aber wenigstens die Niebelungen sollte man kennen. aber wie auch, wenn knapp 10% nich deutsch sind....
MrSpock



Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 11. Jun 2006 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

90 % der in Deutschland lebenden Menschen kennen dagegen die Nibelungen, oder wie?
Hagen von Tronje
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Als Deutscher das dt. Nationalepos nicht zu kennen ist eigentlich unfaßbar, aber leider Normalität. Wobei ich diesem Stück ebenso wie auch der gesamten Edda (bis auf sehr wenige Punkte) abspreche, moralisch wertvoll zu sein.
jama
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 09:34    Titel: Re: Niebelungen Antworten mit Zitat

Jason hat Folgendes geschrieben:
ey ich bin in da 9. klasse. ich kenne das, niemand kennt die deutsche geschichte. ich bin sehr wissbegierig in geschichtlicher hinsicht. aber wenigstens die Niebelungen sollte man kennen. aber wie auch, wenn knapp 10% nich deutsch sind....

Ach, es sind genügend gebürtige Deutsche, die die Nibelungen nicht kennen. Genau wie es genügend Leute gibt, die es noch nicht einmal richtig schreiben können: NIBELUNGEN und nicht NIEBELUNGEN...

Grüße,

Jama (nicht deutsch)

_________________
Destruction is a form of Creation (Donnie Darko)
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 15:09    Titel: Antworten mit Zitat

Und die Nibelungen zu "kennen", muss ja nicht heißen, dass man sie GELESEN hat. Es gibt genug Filme, die genügend Wissen über die Nibelungen vermitteln (klar, lesen ist immer besser - ich muss hier gestehen, dass ich selber noch nicht die Zeit und Lust hatte - aber die Grundgedanken kann man doch auch in Filmen wiederfinden, und detailliertes Wissen muss ja nicht sein).

Und wer weder Filme, noch Bücher mag, für den gibt es ja noch den "Ring der Nibelungen" von Wagner Big Laugh .

Gruß
MI

_________________
I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt
Bender



Anmeldungsdatum: 14.06.2006
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht, ob ihr die TV-Produktion mit Benno Führmann gesehen habt?

Mich würde mal interessieren, wieviele Leute froh waren das Nibelungenlied nicht mehr lesen zu müssen, sondern sich statt dessen den Film anzuschauen.

Ich hoffe für die Schüler unter jenen, daß niemand über die Nibelungen
eine Klausur zu schreiben hat. Augenzwinkern
MacHarms



Anmeldungsdatum: 11.11.2004
Beiträge: 622
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 17:09    Titel: Nibelungenlied Antworten mit Zitat

Jetzt quaken die Leute auch noch, wenn sie das Nibelungenlied lesen müssen.
Als ich zur Schule ging, mußten wir den Anfang noch auswendig lernen:

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren .....
(usw)

So ändern sich die Zeiten.


Gruß von der Waterkant,

Peter
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 14. Jun 2006 18:00    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Jetzt quaken die Leute auch noch, wenn sie das Nibelungenlied lesen müssen.
Als ich zur Schule ging, mußten wir den Anfang noch auswendig lernen:

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren ..... (usw)


Das kannst du den heutigen Schülern nicht mehr zumuten. Die Sprache ist ja wirklich nicht immer einfach zu verstehen. Und wenn das Stück nicht in der Schule gelesen wird - alleine liest man es doch nicht. Unsere (nordrheinwestfälische) Regierung hat sogar entschieden, dass der Faust von Goethe zu schwer ist für Deutsch-Grundkurse in der Oberstufe (und beim Faust besteht ja noch nicht einmal das Problem mit der veralteten Sprache). Das Nibelungenlied wurde noch nicht einmal diskutiert...
Nun, wir haben den Faust im Grundkurs trotzdem gelesen - unsere Lehrerin hat die Besprechung der anderen Lektüren ein wenig kurz gehalten, um in der freigewordenen Zeit wenigstens die Handlung von Faust I begreiflich zu machen und auch die Hauptgedanken zu erklären. Natürlich können wir nicht alles begreifen, jede Anspielung verstehen und die Vielschichtigkeit wirklich begreifen - aber der Faust ist nun einmal das größte Stück deutscher Dichtkunst - vielleicht neben dem Nibelungenlied.

Gruß
MI

PS: Da diese Diskussion nichts mehr mit dem Thema zu tun hat, habe ich sie abgespalten.

_________________
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Franklin D. Roosevelt
MrSpock



Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 15. Jun 2006 17:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hab die Nibelungen ein wenig mal gelesen, aber nicht in mittelhochdeutsch (gott behüte!). So alte Texte finde ich eh sehr interessant (auch, wieviel z.B. bei Tolkien auftaucht). Finds aber nicht so wichtig, dass das Teil ein "deutsches" Epos ist. Wahrscheinlich hat man wegen dem 3.Reich die deutschen Sagen auch aus dem Lehrplan gestrichen.

Hab eh irgendwas an Rittern, Drachen und überhaupt an blutigen Geschichten gefressen.
rosinante



Anmeldungsdatum: 20.07.2005
Beiträge: 9
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 01. Aug 2006 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ja Mr Spock - es scheint "manchen" nicht in den Kram zu passen, daß wir eine Geschichte haben ... die sogenannten ( zentraleuropäischen ) Heldensagen, haben eigentlich für unsere Kultur sehr wohl eine Bedeutung und auch eine Berechtigung, die ich z.B. nicht geringer Schätze, als die griechischen Sagen.

Es mag sich im Laufe der Jahrhunderte manches Epische in die mündlichen Überlieferungen eingeschlichen haben - gleichwohl ist die Basis überlieferte Geschichte und hat für die Geschichtsforschung einen sehr hohen Stellenwert.
So ist z.B. das Nibelungenlied gerade dann interessant, wenn man mit den Epochen vertraut ist, die darin als Überlieferung abgehandelt werden.

Es ist die frühe Zeit des Reichs der Merowinger - noch ist die Völkerwanderung nicht abgeschlossen, die Burgunder "sitzen" erst am Rhein und haben ihren Sitz in Worms! Und wer hat denn den Atila um Hilfe gerufen um wen zu besiegen ??? Noch ist das röm. Reich nicht vollständig untergegangen! Die Burgunder werden zerriegen - aber auch die Merowingerkönige werden sich selbst zerreissen und zerfleischen und gerade Brunhilde / Brunichilde hinterlässt eine blutige Spur unter den Kindern und Kindeskindern der Frankenkönige.

Dietrich von Bern ( die schweizerische Stadt Bern gab es damals noch nicht - sie wird erst om 12. JH von den Zähringern gegründet ) ist der Gotenkönig Theoderich ( Theoderich also die damalige Namensform von Dieterich ).

Immerhin - der Verfasser dieses "Epos" - hat erzählte Überlieferungen ca. 500 - 800 Jahre nach ihrem Geschehen aufgeschrieben - und die Ausmalungen müssen nicht allein von ihm herrühren, sie können durchaus im Laufe der Jahrhunderte den Erzählungen von Generation zu Generation zugewachsen sein.

Man nehme als Beispiel das, was die Christen Bibel nennen! Was davon ist den wirklich "wahres, überliefertes Wort" ? - Ist nicht von Synode zu Synode mehr hinzugekommen ? Haben sich die Texte der sog. Evangelien
nicht ähnlich vermehrt ? .... Der sachliche Historiker wird durchaus bestätigen können, daß im Nibelungenlied mehr "wahre Geschichte" übermittelt wird, als in der sog. "Bibel".

Immer schon haben die Menschen ( als es noch keinen Strom, kein Radio, kein Fernsehen gab) einwenig noch am abendlichen Feuer, beim Schein der Kerzen, den Alten zugehört - die lange Mär, die so weitergegeben wurde, wurde verkürzt zum Märchen - und das, was von vom Hören-Sagen wußte, wurde ( des es erkennbar immer mehr ausgemalt worden war ) zur Sage.

Und daß es nun eben in der Geschichte mal ein "Hl. Röm. Reich Deutscher Nation" gegeben hat, scheint vielen nicht in den Kram zu passen ! Und es war eigentlich nicht erst das Dritte Reich, das sich unserer Geschichte - leider mißbräuchlich - erinnerte. Die bedeutenden Geschichtsschreiber wir z.B. Raumer, Giesebrecht, Stälin usw. schufen ihre Werke viel früher schon!

Und, wer meint, heute einen Felix Dahn nicht mehr lesen zu dürfen ( "Ein Kampf um Rom" - "Die Völkerwanderung" ), der hört (leider) auf die falschen Mäuler .

Gruß rosinante

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