borthi
Anmeldungsdatum: 23.09.2008 Beiträge: 71 Wohnort: borth
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Verfasst am: 04. Mai 2009 19:03 Titel: |
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Hallo David,
den folgenden Artikel habe ich in der süddeutschen Zeitung.de
gefunden:
Mit ihm (Bismarck)führt Carl Schurz, der seit Anfang der sechziger Jahre wieder nach Preußen einreisen darf, im Januar 1868 anregende Gespräche. Der preußische Ministerpräsident, seit kurzem auch Kanzler des Norddeutschen Bundes, weiß seinen Gast zu umgarnen: Die Befreiung Kinkels habe ihm Spaß gemacht, er sei zwar kein Demokrat, aber Preußen ein treuer Freund Amerikas. In einem Brief an Kinkel zeigt sich Schurz beeindruckt von der Energie Bismarcks und seinen Einheitsbestrebungen.
Die Gründung des deutschen Kaiserreiches begrüßt Schurz 1871 geradezu enthusiastisch in einer Rede vor Deutschamerikanern. Im März 1888 hält er in New York eine Gedenkrede auf den verstorbenen Kaiser Wilhelm I., jenen "Kartätschenprinzen", der 1849 an der Spitze der preußischen Truppen die revolutionären Aufstände in Deutschland niedergeschlagen hatte.
Eine eindringliche Warnung
Schurz erinnert daran, weckt aber eher Verständnis für den Werdegang Wilhelms und hebt dessen Rolle bei der Reichsgründung hervor. Das vereinte Deutschland, so Schurz optimistisch, sei der Wächter des europäischen Friedens. In Bezug auf das Kaiserreich verkennt er allerdings den Mangel an Liberalität.
1888 spricht Schurz in Deutschland wieder mit Bismarck. Und schon im Jahr darauf vermittelt er - wenig geschätzt vom Reichskanzler - im deutsch-amerikanischen Konflikt um die pazifischen Samoa-Inseln. Der Streit kann ohne Krieg beigelegt werden; eindringlich hat Schurz den deutschen Gesandten vor einem Waffengang gewarnt.
grüsse borthi  |
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