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Faszination Mittelalter - warum ???
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gast
Gast





BeitragVerfasst am: 14. Apr 2006 17:29    Titel: Faszination Mittelalter - warum ??? Antworten mit Zitat

Immer mehr Leute, vor allem oder gerade auch Junge, finden Interesse am Mittelalter. Das Internet ist voll von Pages, die das Mittelalter zu Thema haben, wenn auch aus den verschiedensten Blickwinkeln heraus!
Was macht eigentlich das Mittelalter als solches oder speziell w e r oder w a s eigentlich so faszinierend ? Und: kann man denn mit dem Wissen über das Mittelalter heute noch was anfangen, ausser vielleicht mit speziellem Wissen glänzen, so nach dem Motto - aha 800 Kaiserkrönug Karl d. Große ?
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1655
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 14. Apr 2006 20:59    Titel: Antworten mit Zitat

Die meisten Leute haben doch keine wirkliche Ahnung vom Mittelalter. Ein paar Daten auswendig lernen imponiert eigentlich niemand (man muss nur wissen wo es steht - ansonsten gilt es in Zusammenhängen zu denken).

Ich denke, dass für die meisten Jungen gerade dieses "Dunkle" das Faszinierende ist. Dieses ganze Schwertgeplänkel, erste Schusswaffen, dicke Rüstungen (Age of Empires, etc. haben sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen), für viele scheint das Mittelalter eine fast gesetzlose Zeit gewesen zu sein, eine Zeit wo Hexen verbrannt wurden, der schwarze Tod durch die Städte mit Stadtmauern und Zinnen zog, aber auch die Zeit der Kreuzzüge, Eroberungen und eine Zeit des blühenden Handels. Das dies nicht die volle Wahrheit ist wissen die meisten nicht. Über sich entwickelnde Städte, das System der Stadträte oder die schreklichen Lebensbedingungen der unteren Schichten, über Lehnswesen und Grundherrschaft wissen die meisten doch nicht viel oder darüber denken sie nicht nach.
Außerdem gibt es im Mittelalter auch einige legendäre Persönlichkeiten wie Richard Löwenherz, die wie Helden für einige sind.
Vielleicht interessiert viele das Mittelalter auch deswegen, weil es einfacher zu sein scheint als unsere heutige Welt.

Und: Natürlich kann man mit dem Wissen über das Mittelalter auch heute noch etwas anfangen, denn in dieser Epoche findet man die ersten Ansätze unseres heutigen bürgerrechtlichen Systems, dort bildeten sich die Städte heraus und viele Entwicklungen in der Neuzeit wurden hier vorgeformt. Aber all das ist nur interessant, wenn man sich überhaupt für Geschichte interessiert.

Gruß
MI

_________________
I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt
Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 21. Apr 2006 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

wäre es übertrieben zu sagen - Deutschland hat den übrigen europäischen Staaten eines voraus - nämlich: ca. 900 Jahre Europa !

Dabei - als Otto I. " der Große" das Hl. Röm. Reich gründete, gab es noch kein National-Bewustsein, es gab keine Hauptstadt ( die es nie im HRR geben sollte ), die Könige und Kaiser regierten buchstäblich auf dem Rücken der Pferde ! Oftmals waren die inneren particularen Machtkämpfe bedrohlicher als Feinde jenseit der Grenzen. Und die seither vom König od. Kaiser durch Gottes Gnaden behütete und beschützte Kirche wandelt sich zu einem immer selbständiger werdenden Machtapparat, der mit dem Anatem eine Waffe besaß, gegen die kein Heer obsiegen konnte! Die Zeit des Investitustreits war eine schlimme Zeit grässlicher Bürgerkriege, Das Volk hatte mit Blut die Schuld zu tilgen, die Päpste und Monarchen sich gegenseitig vorwarfen.

und schliesslich ist es doch gescheitert, dieses frühere "vereinte Europa" und sicherlich ist die Frage nicht völlig unberechtigt: " könnte das gegenwärtige Europa nicht aus denselben Gründen scheitern" ?
Starbuck



Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beiträge: 1
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 21. Apr 2006 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

ich kann mich all dem nur anschließen. außerdem handeln viele beeindruckende filme im mittelalter (z.b. im namen der rose) und in vielen büchern werden elemente aus dem mittelalter verwendet (z.b. harry potter).

das mittelalter war sicherlich auch wegen seiner hexenverbrennugen, magie, kreuzzüge spannend aber es ist auch faszinierend weil soviele weltbewegende sachen damals weiterentwickelt worden sind aus der antike durch die fortgesetzte rezeption in den lateinschulen.
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Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701
Wohnort: Burgwald

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2006 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Faszination Mittelalter -worin soll die bestehen?

Ich habe mich intensiv, auch wegen der Schule mit dieser Zeitepoche beschäftigt und finde sich alles andere als faszinierend.
Vorweg ich bin ein Fan der Antike, der römischen und griechischen Errungenschaften auf den Gebieten der Naturwissenschaft, Technik und Staatswesen. Aber eine Frage tut sich bei mir im Zusammenhang mit dem Mittelalter auf: Wie kann eine Welt von der Antike an solche Rückschritte machen?
Das Mittelalter war im Vergleich zur blühenden Antike "die Gosse".
Ein Bauer lebte in Italien zu Zeiten Augustus besser als ein Bauer im Mittelalter ( Spätmittelalter mal ausgenommen). Es gab fließend Wasser in den Städten, sanitäre Einrichtungen, Bäder, kulturelle verantaltungen, Theater und eine weit aus besser Armee, obwohl die waffentechnik im MA verbessert wurde.
Im MA sind die meisten "Künste" untergegangen. Kein Mensch interessierte sich fortan für Astronomie oder gar für mathematische Schriften (Bsp. Archimedesmnuskript, welches überschrieben wurde).
Wo soll ich bitte dann im Mittelalter die Faszination finden?

Dies ist meine persönliche Meinung, also bitte nicht verallgemeinern.
Gast






BeitragVerfasst am: 28. Apr 2006 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die Beurteilung von Epochen ziemlich arrogant. Als gäbe es Ranglisten für die vergangenen Jahrhunderte...

Welcher Bauer in der Antike verstand etwas von den Philosophen?

70 Prozent der Bevölkerung waren Besitzlose. Den ländlichen Sklaven ging es in der Antike grottenschlecht.

Rückschritte der Antike? Keine Gladiatorenkämpfe mehr. Römische Feldherren mussten tausende Menschen töten, um ihren Triumphzug zu bekommen. Caesar streunte die ganze Zeit in Gallien umher, auf der Suche nach ein paar Zivilisten, die er meucheln konnte...

Kann man Antike vom Mittelalter überhaupt trennen? Sind die Übergänge nicht vielmehr fließend?

So finster war das Mittelalter nicht. Das ist zwar das gängige Geschichtsbild, das durch düstere Fantasyromane und schlecht gemachte Welt-Der-Wunder-Dokumentationen immer noch verbreitet wird - die Forschung hat dieses Bild in vielen Zügen revidiert.

Es gibt Unmengen an Philosophen im Mittelalter (Thomas von Aquin, um einen zu nennen), Dichter, die zum Beispiel die Deutsche Romantik sehr stark beeinflusst haben.

Die Gedichte des Mittelalters spiegeln eine sehr lebensfrohe Zeit wieder, randvoll mit Erotik und Witz.

Auch das Mittelalter hatte sehr lebensfrohe Seiten. Und auch sehr schmerzhafte.

Finde nicht, dass man vom hohen Ross der Nachgeborenen ganze Zeitalter beurteilen kann.
MrSpock



Anmeldungsdatum: 06.04.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 28. Apr 2006 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte mich vergessen einzuloggen...

Noch was

Zitat:
Es gab fließend Wasser in den Städten, sanitäre Einrichtungen, Bäder, kulturelle verantaltungen, Theater und eine weit aus besser Armee, obwohl die waffentechnik im MA verbessert wurde.


Gerade viele Menschen lebten aber auch nicht in den Städten. Und - lassen sich die Armeen überhaupt vergleichen? Ist ein bisschen so, wie mit den berühmten Äpfeln und Birnen.

Viel Antikes Gedankengut lässt sich auch im Mittelalter wiederfinden. Die Mönche wurden an antiken Autoren geschult. Die Fürstenspiegel des Mittelalters (Verhaltenskodexe für den Herrscher) hatten ihr Vorbild in der Antike. Die Geschichtsschreibung orientierte sich am antiken Vorbild.
gast
Gast





BeitragVerfasst am: 29. Apr 2006 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das europäische Mittelalter hat seine Besonderheit in der ihr vorausgegangenen Neuordnung von Völkern, Sippen, Stämmen (Völkerwanderung) in Verbindung mit den Hinterlassenschaften Roms wie zudem die Verdrängung der unterschiedlichsten Götter-Glauben durch die beiden neu sich durchsetzenden Großreligionen - das Christentum und der Islam.

Es sind immerhin - vom Zusammenbruch der Römerreichs bis zur Entstehung des ersten europäischen Gesamtreichs und Karl d. Großen rund 300 Jahre vergangen; das Reich der Karolinger war jedoch noch nicht überlebensfähig - ihm fehlte ein wesentliches Bindeglied. Es waren weitere, gut hundert Jahre erforderlich, bis Heinrich I. und nach ihm sein Sohn Otto I. "d. Gr." einen für die damaligen Völker akzeptablen Reichsgedanken umsetzen konnten und dessen wesentlicher Indikator die Einbindung der christlichen Kirche war.

Zu jener Zeit hatte allerdings das Christenum für die Völker Europas einen ganz anderen Inhalt, als wir dies aus heutiger Sicht sehen! Der König und Kaiser verstand sich als von Gott unmittelbar für sein Amt bestimmt wobei dem Schutz und der Betreuung der Kirche ein absolut vorrangiges Denken und Handeln zukam. Bistümer und Abteien waren teilweise bedeutender als Grafschaften - Erzbischöfe waren manchmal Herzögen gleichgestellt!
Und daran, daß einige hundert Jahre lang das Lateinische die Reichs-Amtssprache war, mag man erkennen, daß das Entstehen einheitlicher Sprachen ( sei dies nun Deutsch, Französisch, Englisch. Spanisch usw. ) längst noch nicht abgeschlossen war! Selbst Barbarossa benötigte noch einen Dolmetscher, wenn er in seinem Reiche umritt.

Es war aber nicht etwa - wie der Schreiber oben meint - in diesem "neuen Europa" Wissen oder Kunst - wie sie in diesem oder jenem Gebiet der Antike vorhanden war - verloren gegangen! Nein, jede Kultur bringt ihr eigenes Wissen und ihre eigenen Künste hervor und zwar vollkommen im Einklang mit den Gegebenheiten des Lebensraums und des Klimas, wovon viele Entwicklungen abhängen. So kennen wir nun zwar aus der Antike große und mächtige Herrscher (meist "Diktatoren") - jedoch - der politische Zusammenschluß von Völkern zu einem frühen Staatssystem, ist doch in dieser Weise - wie es im europäischen Mittelalter stattfindet - ein Novum und, was anderes, als ein erheblicher kultureller Fortschritt. Und wenn man dazu berücksichtigt, daß Königs- Grafen- Herzogswürde noch nicht vererblich ware, daß insbesondere das Königtum von der Wahl der Großen abhängig blieb, so kann man darin frühe Strukturen von Demokratie erkennen.

Ich habe oftmals den Eindruck, als würden die " Philosophen der Antike" deshalb hervorgehoben, weil es "sich verdammt gut anhört, wenn einer
einen Sophokles, Protagoras oder Virgil" zu zitieren weiß! Jedes Volk hat zu jeder Zeit seine eigenen Philosophen hervorgebracht - zu sagen, daß dieser oder jener "seiner Zeit voraus" gewesen wäre ist - mit Verlaub - Blödsinn, denn, Philosophie ist immer ein Teil der gegenwärtigen Entwicklung von Menschen und weder Import- noch Exportware. - So kann ich denn das Mittelalter weder als "dunkle" noch etwa als "primitive" Zeit sehen, viel mehr, als eine Zeit, die nicht nur die ihr zufallenden Probleme zu meistern lernen mußte, sonder auch als eine Zeit, die Fundamente schuf, auf denen viele unsererer "heutigen Bauwerke" noch fest gefügt stehen!

Freilich, das bloße aneinanderreihen von Zahlen, Ereigenissen und Namen - von wann bis wann hat wer geherrscht, wann war die Schlacht von Zülpich, die auf den katalaunischen Feldern oder die auf dem Lechfeld und wer besiegte dabei wen - vermag nicht die wirklich wichtigen Inhalte des Mittelalters zu vermitteln. So, wie man meint, die "Hinterlassenschaft der alten Griechen" kennen zu sollen, lohnte es sich allemal auch, das Werk eines Otto des Großen, eines Heinrich VI., eines Friederich II. oder auch eines Karl IV. zu studieren ... leider aber tun dies nur relativ wenige - schade eigentlich!
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Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701
Wohnort: Burgwald

BeitragVerfasst am: 30. Apr 2006 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht habe ich einen falschen Eindruck von dem mittelalter. Aber warum wurde im MA die vorhanden Errungenschaften nicht weiterentwicklet? Die Römer kannten Wasserleitungen, im MA sah es da mau aus. Die Römer hatten bessere Hygienische Einrichtungen. Im MA gab es keine Bäder und die Hinterlassenschaften von mensch und Tier wurden auf die Straße gekippt.
Aber ich gebe meinen Vorpostern recht: Man kann keine Epochen vergleichen. man vergleicht ja auch nicht das Altertum mit der Neuzeit. Das erscheint uns zu "krass". Aber der Vergleich der nahe liegenden Epochen Antike-Mittelalter scheint nicht zu "krass", obwohl die Unterschiede, egal ob postitiv oder negativ doch gewaltig sind.

Die Völkerwanderung, die nach der Antike einsetzte war sicherlich ein grund für die Vermischung der verschiedenen Kulturkreisen. Die römische Kultur hatte einfach keinen Platz mehr darin.
Vielleicht ist das ein Ansatz, den Untergang römischer Kultur zu erklären.
gast
Gast





BeitragVerfasst am: 30. Apr 2006 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nun - man darf auch nicht verallgemeinern ! Wasserleitungen und Abwasseranlagen ( auch öffentliche, bewässerte Latrinae ) oder Fussbodenheizungen und manches mehr, gab es natürlich nur für die Super-Reichen und nicht in allen Städten und Ansiedlungen.

Die verbliebenen Kelten, Gallier, Helveter mußten sich im Zuge der Landnahme neuer Völker - Germanen und Slaven weitgehend auf einen Neuaufbau besinnen. Noch nichteinmal alle Castrae und Straßen der Römer wurden übernommen, denn - die Römer hatten vordergründig strategische
Gesichtspunkte zu verfolgen wohingegen die Neusiedler urbares Land, fruchtbare Böden, wildreiche Wälder und gesunde, natürliche Wasservorkommen benötigten um den ihnen gewohnten Lebensrhytmus- und Standard ersteinmal wieder neu auftzubauen.

Da es weder große Machtstrukturen gab ( man bedenke, welch immener logistischer, finanzieller und organisatorischer Aufwand erforderlich war und rund ums Mittelmeer Föderatenarmeen bei Stange zu halten ), war vieles - was die Römer hatten entwickeln müssen - gar nicht erforderlich.
Es gab weder Großhändler noch ein Geldwesen, keine Verwaltung und keine Steuern. Die frühen Siedlungen waren autonome Sippendörfer ( auch die Zeit der Städtegründung kommt erst im 9. - 12. JH ) . Es gab viele kleine Stammeshäuptlinge ( Kleinkönige ), da es noch keine überregional organisierten "Staatsformen - auch nicht im Kleinen" gab.

Es ist so nicht verwunderlich, daß die "Reichsenstehung" bei den frühen Merowingern begann. Diensten sie doch schon im 3 - 4 JH. als Föderaten in den röm. Truppen, erlernten sie dort das Kriegshandwerk und stiegen auf zu Offizieren und Adeligen. Sie übernahmen schliesslich mit dem "Reich des Syagrius" ein vorgeformtes (wenn auch noch rel. kleines) Staatssystem und waren von hier aus in der Lage, sich relativ schnell ein Gebiet nach dem andern zu unterwerfen, denn - wo sollte denn eine große organisierte Gegenwehr herkommen ? Die vermutlich ähnlich mächtigen Burgunder ( da ebenfalls bereits als Königreich organisiert) fielen dem Hunneneinfall zum Opfer, so daß auch sie alsbald unter Befehl der Merowingerkönige standen und mit diesen die Goten und Sueven in Aquitanien bekriegten, wie auch immer wieder Gruppen, alemannischer Stämme, die sich über den Rhein gewagt hatten.

Wie Du zu Recht erkannt hast, kann man Epochen und verschiedene Kulturen nicht ohne weiteres vergleichen.

Das Europäische Mittelalter war im Prinzip ein Neubeginn neuer Kulturen und Neubesiedelung bedeutete nun einmal - Urbarmachen und Bewirtschaften des Landes in dem man sesshaft werden will. Dies dauert mehrere Generationen hinweg, so daß man bald versteht, warum vieles, daß man glaubte, daß es als kultureller Fortschritt doch schon mal da war,
erst viel, viel später durch diese Kultur für sich neue entwickelt wurde.

Gruß, Gast
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