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Moral- und Wertevorstellungen...
 
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jama
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 06. Nov 2004 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Möglicherweise ist er ein guter und präziser Arbeiter am Schreibtisch und kann es nur nicht so gut verkaufen.

Fällt mir wirklich SEHR schwer zu glauben, wenn ich mir die Bilder von ihm vor dem Anschlag vor Augen führe, wo er eine Zeit lang einfach Golf spielen war.

Die Aussage von ihm, dass durch ihn die Welt SICHERER geworden ist, halte ich absolut absurd, wenn ich bedenke, dass der Anschlag im 2. Jahr seiner Amtszeit erfolgt ist und auch jetzt die Konflikte mit sovielen Ländern verschärft wurden (Nordkorea, Irak, Iran, Pakistan und und und).

Mir macht es Angst, dass er diesen Gedanken bei der Mehrheit der Amerikaner durchsetzen konnte. Es zeugt davon, dass diese Mehrheit sich wohl den Argumenten verschließt und sich nur noch auf der Gefühlsebene beeinflussen lässt. Was bedeutet dies in der Praxis? Bush kann weiterhin machen, was er will, solange er alles mit seinen Parolen rechtfertigt. Wie nennt man das? Populismus... er muss nur das selbst geschaffene Feindbild, das er wohl ohnehin kontrolliert, all seinen Handlungen voransetzen, um damit durch zu kommen.

Wie sieht das eigentlich mit dem Parteiensystem aus? Werden die kleinen Parteien nicht finanziell vom Staat (in Abhängigkeit von den abgegebenen Stimmen) unterstützt? Dieser Dualismus zwischen "Konservativ" und "Konservativer" kann doch nicht so weiter gehen.

Gruß,

Jama

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Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701

BeitragVerfasst am: 07. Nov 2004 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Arbeiter am Schreibtisch ahbe ich auch so meine Probleme.
Wenn man in den Nachrichten sieht, wie Herr Bush zu einer Konferenz geht! Alle mit Anzügen etc. und er mit ner Jeans und einer "alten" Jacke! Naja, ich denke als mächtigster Mann der Welt, sollte auch das Auftreten stimmen.
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 07. Nov 2004 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Genau dieses Auftreten lässt ihn meiner Meinung nach primitiv wirken. Es heisst doch immer so schön: "Kleider machen Leute". Er verhält sich wie ein Cowboy, okay er kommt aus Texas und liebt vielleicht die Sitten dort, aber ein Mann von seinem Rang sollte sich doch zu benehmen wissen, oder?

Aber insgesamt merkt man, dass Bush die Nation spaltet. Entweder man mag ihn gar nicht, oder man liebt ihn, anders scheint es kaum zu gehen (so sind jedenfalls meine Erfahrungen). Ich habe einige Freunde in den Staaten, und eine davon hat mir heute geschrieben, dass sie nicht mehr weiter weiss. Sie ist so sauer, dass Bush gewonnen hat, dass sie am liebsten sofort das Land verlassen würde. Ausserdem habe ich gelesen, dass sich letztens einer wegen der Wahl am Ground Zero umgebracht hat, weil er den Wahlsieg nicht ertragen konnte (ich bezweifle aber, dass das der einzige Grund war).

Gruss
MI

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Ehrenmoderator


Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 701

BeitragVerfasst am: 07. Nov 2004 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Allerdings muss die große Mehrheit des Volkes hinter Bush stehen, da er doch in vielen Staaten Stimmen bekommen hat. Letztendlich lag es ja an Ohio, ob Bush oder Kerry gewinnt.
Jy Argon



Anmeldungsdatum: 21.09.2004
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 08. Nov 2004 16:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi
erstmal der Gast der so oft zitiert wurde ("Bush, der gute Arbeiter am Schreibtisch") war wirklich ich.

Es ist ja schön,. das so ein Satz, der ja mit "möglicherweise" (Und an den ich auch nicht wirklich glauben kann) anfängt, so eine Reaktion hervorruft.

Wenn ich jetzt etwas bösartig argumentiere: Bush ist ein erfolgreicher Präsident, denn er wurde wieder gewählt und das mit einem besseren Ergebniss als zuvor!
Darauf antworten ihr jetzt natürlich, Bush sei für sich persönlich erfolgreich, aber dass dies ja noch lange nicht heißt, daß er auch in guter Präsident ist.
Leider muß ich jetzt nachdem ich der Diskkusion gefolgt bin und mir ein paar Gedanken dazu gemacht habe sagen, das ich überhaupt nicht weiß, was der Mann die letzten Jahren gemacht hat (außer den Krieg angefangen zu haben). Und die Diskkusion hier beschäftigt sich auch nur mit diesem außenpolitischen Thema.
Wie sieht es mit der Innenpolitik aus:
Haushalt der USA (eine großes Defizit wenn ich mich nicht irre)
Wirtschaftswachstum (wenig Ahnung, aber so weit ich weiß immer noch besser als in Europa)
Krankenversorgung (habe ich keine ahnung)
Rentenvorsorge (keine ahnung)
Bildung (keine Ahnung)
Rassenprobleme (gar keine Ahnung)
sonstiges (keine Ahnung)
In all diesen Punkte weiß ich auch nicht was der Präsident anders machen will als der Ex-Wahlkampfgegner. Dennoch spiegeln sich in diesem Punkt mit ziemlicher Sicherheit auch seine Werte z.T im Gegensatz zu Kerry z.T. warscheinlich ohne Widerspruch zu diesm wieder. Auch diese Themen müssen bei der Wahlentscheidung der Us-Bürger berücksichtigt werden und man muß herausfinden, ob man an diesen Themen bzw. der Wahl für oder gegen Bush (denn ich glaube das war die Wahl nich Bush oder Kerry ,sondern Bush oder nicht-Bush) feststellen kann, ob die Wahl von Werten/Moralvorstellungen geprägt war.

Mfg
Jy

Ach so noch was zu dem primitiven Auftreten von Bush.
@ MI : Diese Auftreten ist eine schwäche von Bush. Die Frage ist nur, warum legt er sie nicht ab? (Das man das ablegen kann denke ich schon) Eine antwort: Es ist ihm egal. Nicht aus Dummheit, sondern aus geringer Wertschätzung gegenüber dem Rest der Welt
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 08. Nov 2004 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Also: Die Arbeit von Bush:

In Amerika ist die Arbeitslosenzahl auf dem höchsten Stand seit vielen Jahren.
Das Gesundheitssystem gehört nicht zu den 20 besten der Welt, laut der Statistik der OMS (Organisation mondiale de la santé, keine Ahnung ob es das in Deutschland auf Deutsch gibt).
Das erste Mal seit vielen Jahren schliesst der Amerikanische Haushalt wieder im Defizit, aufgrund der Imensen Ausgaben für Militär (2001 schon 310,5 Milliarden $, 2004 über 400 Milliarde Dollar)
Das Wirtschaftswachstum der USA ist zwar höher als das von Deutschland, kommt aber nicht an das Niveau der EU (was der Starke Euro wiederspiegelt).
(Für genauere Quellen müsste ich suchen, die Zeit habe ich heute nicht, also wenn du Fragen hast, dann sag es und ich werde morgen nach Quellen Suchen. Die Grundlage stammt von Amerikanern und amerikanischen Zeitschriften vom Mai diesen Jahres, weil ich damals dort war. Die angegebenen Zahlen stammen aus dem Géographie Buch der 1re S aus Frankreich)

Kurzum: Es geht den USA nicht gerade gut.

@Jy Argon
Du hast in gewisser Weise Recht mit der Einstellung von Bush. Aber genau so eine Einstellung sollte kein Staatsmann haben, auch wenn es oft die Einstellung der Leute wiederspiegelt. Amerika muss diese "The others, where?" Einstellung ablegen. Der Euro ist inzwischen stärker als der Dollar und mit den neuen Ländern ist auch die wirtschaftliche Macht der EU der Amerikanischen Ebenbürdig. Ausserdem ist jetzt auch der Gigant China im Aufstreben. Bald stehen 1,8 Milliarden (China und Europa) gegen die knapp 300 Millionen Amerikaner.

Gruss
MI

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Gast






BeitragVerfasst am: 09. Nov 2004 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hi (besonders MI)

Zitat:
Du hast in gewisser Weise Recht mit der Einstellung von Bush. Aber genau so eine Einstellung sollte kein Staatsmann haben


Um das noch mal klar zu stellen, ich halte die Einstellung von Bush nicht für richtig, ich glaube aber das er sie hat. (Ich glaube nicht, daß wir uns missverstanden haben, ich wollte nur noch mal sicher gehen)

Die Einstellung von Bush ist in der US Geschichte nicht neu. Wenn ich mich nicht irre gab es mal eine Phase der USA, die Isolationismus genannt wird. Gleichtzeitig mit dieser Missachtung die Bush (Im Moment steht Bush für die gesammte Administration) den anderen (Staaten) entgegen bringt, sind die USA der größte Handelspartner von Europa.
( Anmerkung: Deutschland handelt zwar deutlich mehr mit den Staaten in der EU. Ich fasse das aber als innerstaatlichen Handel auf)
Dieser Handel ist nicht nur für Europa wichtig. Die USA leben genauso davon. Auch die anderen Region der Welt treiben ebenso Handel mit den USA. Die USA sind also für viele Regionen der wichtigste Handelspartner. Das macht sie ja gerade auch zu einem wichtigen Staat . Dennoch besteht eine gewaltige Diskrepanz zwischen der Politik und der Wirtschaft. Das wir meiner Meinung nach auf mittelfristige Sicht zu immer größern Problem führen. Dies wird dazu führen, dass die USA einsehen müssen das sie ihrer Führungsrolle nur mit und nicht gegen den Rest der Welt behaupten können. Das ändert aber nichts an den Problem die auf Europa zu kommen.
Fertig smile


Aber hat das noch was mit dem Titel des Threads zu tun ? grübelnd

Mfg
Jy
jama
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 49

BeitragVerfasst am: 16. Nov 2004 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.rbi-aktuell.de/Politik/08112004-02/08112004-02.html
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Destruction is a form of Creation (Donnie Darko)
Thomas
Administrator


Anmeldungsdatum: 18.06.2004
Beiträge: 206

BeitragVerfasst am: 18. Nov 2004 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

jama hat Folgendes geschrieben:
http://www.rbi-aktuell.de/Politik/08112004-02/08112004-02.html


Ist ja krass. Wenn da wirklich was dran ist... Buschmann
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