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MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1710 Wohnort: München
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Verfasst am: 18. Mai 2005 18:03 Titel: |
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Jetzt gebe ich dir natürlich Recht ("vae victis" habe ich als solchen Ausdruck komischerweise noch nie gehört - obwohl ich schon jede Menge gelesen und übersetzt habe. - Sorry für mein Missverständnis).
Ich bin natürlich auch der Meinung, dass viele andere Länder einmal vor ihrer eigenen Tür kehren sollten und das unsere NS-Zeit vielleicht nur ein BEISPIEL sein sollte und - ich kann es nur wiederholen - als Feiertag des Weltfriedens umgestaltet werden sollte, als Feiertag, an dem sich JEDES LAND an die EIGENEN Kriegsverbrechen erinnern sollen.
Ähnlich wie du bin ich damals in die Luft gegangen, als ich von den Demos in China gehört haben, die sich über ein japanisches Schulbuch aufgeregt haben, welches angeblich Kriegsverbrechen der Japaner gegen die Chinesen schönt (du hast bestimmt davon gehört). Ich meine, dass die auch lieber einmal mit den Tibetanern ins reine kommen sollten, bevor sie so etwas veranstalten. Hier haben wir ähnliche Verhältnisse.
Und zu der pazifistischen Einstellung kann ich sagen, dass so etwas bei Deutschen einfach nicht mehr erwünscht ist. Die Amis haben doch schon mit Schlagzeilen getitelt, weil nach dem WM-Vizetitel einige Tausend Deutsche die Fahne Deutschlands geschwenkt haben. Wir können es uns als Deutsche einfach nicht mehr leisten patriotistisch zu sein - allerdings glaube ich, dass wir, eben aufgrund des geringen Pazifismus, anderen Ländern einen Spiegel vorhalten könnten, wie sie selber sein sollten, ihnen zeigen könnten, was eigentlich richtig ist.
Leider könnte es aber auch sein, dass wir dadurch das unser Land keinen Patriotismus zulassen darf anfälliger für Nationalsozialismus sind - und das will die internationale Gemeinschaft ja eigentlich vermeiden, aber wenn man politisch geächtet wird, dann kommt die Trotzreaktion - das hatten wir schon 1933-45. Allerdings findet das Ganze Gott sei Dank nur in abgeschwächter Form statt.
Aber trotzdem wäre es wahrscheinlich ratsam als Politiker solche Einladungen anzunehmen. Das siehst du hoffentlich ein.
Gruß
MI _________________ I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt |
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Gast
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Verfasst am: 19. Mai 2005 11:22 Titel: |
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Mit Sicherheit ist es für einen Politiker opportun eine solche Einladung anzunehmen, aber vom moralischen Standpunkt her mehr als fragwürdig.
Sehr gut finde ich, daß Du auch erkennst, wie dieses absolut kranke Verhältnis zur eigenen Nation (das uns Deutsche nun mal auszeichnet) dem Rechtsradikalismus Vorschub leistet. Bestes Beispiel ist Dresden.
So ziemlich die einzige Partei, die wirklich entschlossen diesen Angriff als Verbrechen brandmarkt ist die NPD. Auch als aufrichtiger Mensch, der in diesem Punkt dieser Partei zustimmt, landet man sofort in derselben Schublade. Aber ist es nicht traurig, daß ich mich in dieser Frage aus Mangel an Alternativen auf diese Seite stellen muß? Und genau darin liegt die Gefahr. Man kann von Bismarck halten was man will, aber von seinem Schachzug mit den Sozialgesetzen ab 1883 könnten unsere Politiker was lernen. |
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