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Identitätstheorie und Konkurrenztheorie
 
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Benjamin



Anmeldungsdatum: 25.11.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 25. Nov 2013 21:43    Titel: Identitätstheorie und Konkurrenztheorie Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Suche nach einer verständlichen Zusammenfassung der Identitätstheorie und der Konkurrenztheorie.
Habe bisher unzählige Seiten gelesen, finde aber nix kurzes was es direkt auf den Punkt bringt.

Meine Ideen:
Was ich soweit verstanden habe:
Die Identitätstheorie ist wie die direkte Demokratie in der Schweiz.
Und die Konkurrenztheorie gleicht dem personalisiertem Verhältniswahlrecht der BRD.
MI
Administrator


Anmeldungsdatum: 01.11.2004
Beiträge: 1710
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 27. Nov 2013 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ja und nein.

Meiner Auffassung nach kann man den Unterschied der Theorien in einer Frage zusammenfassen:

Wenn wir ein "Volk" betrachten, will jeder Mensch dieses Volkes im Wesentlichen immer dasselbe oder kann es fundamental verschiedene und trotzdem richtige Ansichten geben?

Die Antwort der Identitätstheorie ist "Immer dasselbe" und die der Konkurrenztheorie ist "plurale Ansichten". Anders formuliert:
- Identitätstheorie: Ein freier Mensch hat einen natürlichen Willen, der immer gleich ist. Der Gesellschaftswille ist dann eine Verschmelzung der Einzelwillen zu einem Gesellschaftswillen, der eben genau dem Einzelwillen entspricht.
- Konkurrenztheorie: Ein freier Mensch kann verschiedene Weltanschauungen haben und damit verschiedenes Wollen. Der Gesellschaftswille setzt sich dann als Kompromiss zwischen den verschiedenen Bestrebungen durch.

Wenn du das als Grundlage nimmst, kannst du dann eine Staatstheorie logisch ableiten, zum Beispiel:
- Identitätstheorie: direkte Demokratie gibt den Volkswillen am Besten wieder. Dadurch, dass der Gesellschaftswille derselbe ist, wie der Individualwille, muss die Herrschaft mit dem Individuum gleichgesetzt werden - das Volk beherrscht sich selbst.
- Konkurrenztheorie: Der Pluralismus macht es unmöglich, eine einzige Position zu haben. Entsprechend muss es Kompromisse und Mehrheitsentscheidungen geben (eher repräsentatitive Mehrheitsdemokratie).

Gruß
MI

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