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Sabrina1987
Anmeldungsdatum: 28.10.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 10. Feb 2011 16:23 Titel: Hansemann - Gefährliche demokratische Elemente |
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Meine Frage:
Hallo zusammen,
Zu dem Kapitel "Gefährliche demokratische Elemente" aus David Hansemanns unveröffentlichter Denkschrift "Über Preußens Lage und Politik" (1840) muss ich erläutern, warum die einzelnen Elemente die Krise der ständischen Gesellschaft treffend kennzeichnet und warum solche Erscheinung die Forderung nach demokratischen Ordnungen nach sich zog.
Ich habe jetzt angefangen jedes einzelne Element erneut aufzuschreiben und es den gegebenen Fragen nach zu erklären. Allerdings komme ich bei 4 Punkten nicht recht weiter bzw. es fehlt mir an Begründung oder ich stehe einfach nur auf dem Schlauch:
Der Text ist hier nachzulesen:
http://www.floerken.de/quellen/1840 hansemann.pdf
Für Hilfe bedanke ich mich im Voraus!!!
Meine Ideen:
Punkt 4: Soll mit Volksbewaffnung ausgesagt werden, dass sich das Volk mit seinen Waffen möglicherweise auch gegen seine Herrscher richten kann? Und was soll ich zum Punkt allgemeine Wehrpflicht schreiben? Eventuell, dass das Volk dann auch politisches Mitspracherecht fordert?
Punkt 5: Oh je Religion, immer so ein Problem bei mir. Werden hier vielleicht die allmählich beginnenden religiösen Differenzen angedeutet?
Punkt 6: Ich weiß absolut nicht was damit gemeint ist... Kann mir bitte jemand den Satz anders formulieren?
Punkt 8: Sind mit alten Sitten und Gewohnheiten die neuen Forderungen des sonst untertänigen Volkes gemeint? |
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Xabotis Moderator

Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 10. Feb 2011 16:53 Titel: Re: Hansemann - Gefährliche demokratische Elemente |
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Hallo Sabrina,
leider kann ich deinen Link nicht weiterverfolgen, du musst vielleicht die Kernelemente noch einmal hier hineinschreiben, damit wir dir helfen können, tut mir Leid
 _________________ Alles ist ein Zugang, um das Zentrum zu suchen.
(Konfuzius) |
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Sabrina1987
Anmeldungsdatum: 28.10.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 10. Feb 2011 17:16 Titel: |
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So ich habe den Tet jetzt mal hier reinkopiert. Die einzelnen Punkte, bei denen ich Probleme habe, hatte ich ja genannt. Vielen Dank!
1840 David Hansemann: Denkschrift über Preussens
Lage und Politik (Auszug)1
Wärmste Besorgnisse flösst gewiss jedem preußischen Staatsmanne die
starke und außerordentliche Zunahme des demokratischen Elements ein,
umso mehr als gerade dieses Element erfahrungsgemäß seine unbedingte
oder teilweise Herrschaft leicht durch Umsturz begründet. Es mögen hier
mit wenigen Worten die vorzüglichsten [wichtigsten] Ursachen angedeutet
werden, die unabweisbar zur Ausbildung und Verstärkung des demokratischen
Elements, sowie zu dessen Gefährlichkeit beitragen müssen:
1. Das Maschinenwesen. Es vermehrt auf der einen Seite die Zahl der besitzlosen
Menschen, die vom Tage zu Tage nur leben. Auf der anderen
Seite vermindert es den Preis der Fabrikate und vermindert den auffallenden
Unterschied ihrer feineren und geringeren Qualitäten, dergestalt, dass
die Kleidung oder die äußere Erscheinung schon zum Gleichmachen oder
zum Näheren der Stände beiträgt.
2. Die Fortschritte in der Produktion von Lebensmitteln, insbesondere der
Kartoffelbau.
3. Die Herstellung wohlfeiler und schneller Transportmittel. Es wird dadurch
einer großen Anzahl von Menschen das früher nicht vorhandene Mittel
geboten, nicht nur fern vom Geburts- und Wohnorte Erwerb zu finden,
sondern auch durch Reisen eine Menge neuer Begriffe, Ansichten und
Wünsche aufzufassen.
4. Die preußische Heeresverfassung, die allmählich die unteren Volksklassen
zum Bewusstsein ihrer Kraft bringt. Die Basis dieser Verfassung,
Volksbewaffnung, kann nicht aufgegeben werden, weil ohne sie kein
mächtiges Preußen denkbar ist.
5. Die Schlaffheit des religiösen Bandes, vorzüglich bei den Protestanten.
6. Der im Allgemeinen auf schnelle und wechselnde Genüsse sich hinneigende
Sinn.
7. Die Allgemeinheit des Unterrichts.
8. Der Verfall alter Sitten und Gewohnheiten.
9. Die Philanthropie [Menschenfreundlichkeit] oder der Hospitalsgeist in
der Staatsverwaltung, der durch gesetzliche Bestimmungen und durch Beförderung
mancher Einrichtungen die Sorglosigkeit und die Arbeitsscheu
der unteren Volksklassen vermehrt.
So seltsam es auf den ersten Blick klingen mag, dass zur Vermeidung der
durch dermalige [künftige] Ausbildung der Demokratie entstehenden Gefahren
die Gewährung von Freiheit ein Mittel sein soll, so ist dies gleichwohl
meine Überzeugung. Indem dem nicht ganz besitzlosen Teile der unteren
Volksklassen Freiheit gewährt wird, ist das sie an den Staat knüpfende
Band vorhanden; sie erlangen dann, was nützlich und konservativ
ist, einen rechtmäßigen, angemessenen politischen Einfluss, und sie werden
dadurch zugleich eine Bürgschaft gegen die tiefer unten stehenden
gefährlichsten demokratischen Elemente.[...] |
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Xabotis Moderator

Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 10. Feb 2011 18:34 Titel: |
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Also, die Punkte spielen ja alle darauf an, das die Elemente der Demokratie sich immer weiter ausweiten, da sie dem Volk Macht geben:
4. Da die einfachen Leute sich bewaffnen können auf Kosten des Staates, sind sie eine potenzielle sturzgefahr, ohne waffen kein Krieg, das weiß jeder
5. Die Religion machte die Stände gottgewollt, verliert dies an Interesse, kann es die Bürger nicht mehr von der Revolution abhalten
6. Da könnte man auch sagen: Das Volk wird wankelmütig, es will Neues
7. die Menschen werden zur Gleichheit und nicht zu den ständen erzogen durch den Unterricht
8. Tradition hält, wenn die Tradition bricht, will man Neues
9. Der Staat selber, bzw einige Vertreter haben keine Gewalt mehr über die Masse sondern kooperieren lieber, das macht natürlich Mut
ich hoffe, es hilft dir
 _________________ Alles ist ein Zugang, um das Zentrum zu suchen.
(Konfuzius) |
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Sabrina1987
Anmeldungsdatum: 28.10.2010 Beiträge: 11
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Verfasst am: 10. Feb 2011 18:40 Titel: |
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Hey super, danke dir!
Ich schreib mal gleich drauf los!
Lg, Sabrina  |
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Xabotis Moderator

Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 10. Feb 2011 20:06 Titel: |
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gerne
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(Konfuzius) |
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