MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1710 Wohnort: München
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Verfasst am: 14. Mai 2010 22:19 Titel: |
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Nun ja, der Beginn der Marktwirtschaft liegt eigentlich schon viel früher. Schon das römische Reich hatte in einigen Teilen eine Marktwirtschaft (was per definitionem einfach ein arbeitsteiliger Prozess ist, der über die Gesetze des Marktes gesteuert wird. Wenn also römische Handwerker ihre Produkte verkauften und es zu viele auf dem Markt gab, dann fiel auch dort der Preis --> Marktwirtschaft).
Was deine Lehrerin sicher meint ist der Beginn der modernen, insb. der freien Marktwirtschaft, die den Merkantilismus und damit die Herrschaft der Zünfte ablöste. Dazu gibt's dann natürlich Adam Smith. Allerdings kannst du auch über die durch die Marktwirtschaft begünstigte Herrschaft der Bourgeoisie reden, die zu einer Ausbeutung der Arbeiterschaft führte - was wiederum zur Entwicklung konkurrierender Theorien wie der "sozialen Marktwirtschaft" oder eben der kommunistischen Wirtschaft führte.
Insbesonder sollte es also wichtig sein,
a) den Einfluss des technologischen Fortschritts auf die Produtivität der Unternehmen zu untersuchen
b) die Rolle der USA bei der Verbreitung einer nicht gesteuerten Wirtschaftsordnung im 19. Jhrdt. zu beachten (dazu muss man bedenken, dass die europäischen Staaten immer noch Monarchien waren, deren Einfluss - auch wenn oftmals durch Parlamente beschränkt - doch relativ groß und steuernd war).
c) Die Arbeiterbewegungen und ihren Beginn als eine Art "Gegensteuerung" exzessiver freier Märkte zu begreifen - auch im Hinblick auf den Wandel der freien Marktwirtschaft in Europa bis heute.
Gruß
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