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sirius
Anmeldungsdatum: 16.04.2006 Beiträge: 85 Wohnort: Erlangen
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Verfasst am: 20. Sep 2006 18:51 Titel: |
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Das ist doch kein Streitpunkt, ProGeologist. Natürlich lebt keiner "nach Geschichte" ,aber ich kenne auch keinen, der nur nach Musik lebt. Da gebe ich schon zu: Für mein privates Leben mag die Geologie zumindest deshalb ganz wichtig sein, weil es Geologen sind, die nach Erölfeldern suchen und ich recht gern Auto fahre. Aber Gemeinschaften können tatsächlich kein Bewusstsein ihrer selbst entwicklen oder Bewusstsein ihrer Geschichte und damit auch keine Zukunft gestalten. (Von der Frage nach den Fehlern und dem Lernen will ich hier gar nicht reden.) Das ist auch allen bewusst: Man muss sich nur einmal den Wirbel bei Jubiläen anschauen - und Jubiläen sind immer Ausdruck historischen Bewusstsein. Deshalb hat Marx schon recht, wenn er zugespritzt sagte: Ich kenne nur eine Wissenschaft - die der Geschichte.
Simpler: Alles findet zu einer Zeit statt - und das ist die grundlegende historische Komponente. Wenn wir leben, sind wir Teil von ihr.
So, und jetzt langt's wohl wieder mit dem zelebrierten Selbstbewusstsein. Auch die vielen Hilfswissenschaften der Geschichte, die es im universum scientiae so gibt, sollen leben!
Freundliche Grüße an alle Wissenschaften
Sirius _________________ Macht bedeutet nicht, Geschichte zu machen, sondern Geschichte zu interpretieren. |
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MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1655 Wohnort: München
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Verfasst am: 21. Sep 2006 22:04 Titel: |
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| Zitat: | Auch die vielen Hilfswissenschaften der Geschichte, die es im universum scientiae so gibt, sollen leben!
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Volle Zustimmung! Die Geschichte ohne die anderen Wissenschaften ist nicht so spannend, die anderen Wisenschaften ohne die Geschichte sind hohl. "Die Mischung machts"
In diesem Sinne:
Grüße an Alle
Martin _________________ I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt |
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GoTo Ehrenmoderator

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 701 Wohnort: Burgwald
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Verfasst am: 27. Sep 2006 15:50 Titel: |
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Bitte was?
Ich bin leidenschaftlicher Physikschüler und muss sagen, dass Physik ohne Geschichte sehr gut auskommt. Ich sehe hier auch keinen direkten Zusammenhang.
Mit der Ausnahme, dass die meisten Naturgesetzte halt irgendwann in der Vergangenheit entdeckt wurden.
Aber richtig historisch wird der naturwissenschaftliche Unterricht nie und sollte es auch nicht werden. Welcher Naturwissenschaftler muss auch schon wissen, dass Archimedes von Römern getötet wurde. |
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MI Administrator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 1655 Wohnort: München
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Verfasst am: 27. Sep 2006 16:28 Titel: |
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Ich rede hier auch mehr von den GESELLSCHAFTSwissenschaften (versuche mal Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft oder auch Geographie ohne geschichtliches Hintergrundwissen zu betreiben - ich fänd's schwierig) , eventuell denen, die man als GEISTESwissenschaften bezeichnet. Die NATURwissenschaften sind natürlich noch eine andere Schiene, okay, du hast Recht, das hätte ich präzisieren müssen.
Wobei auch hier die geschichtlichen Zusammenhänge interessant sind, wenn auch - wie du ja sagst - nicht so zwingend notwendig. Allerdings war unser Physik- und Chemieunterricht quasi "nach der Geschichte aufgebaut", d.h.: die Mechanik der Antike wurde besprochen, danach kam die Mechanik bis Newton, in der Optik ging man ebensoweit, die fortschrittlicheren Theorien kommen dann - was allerdings nur logisch ist (übrigens: auch ich liebe die Physik - oder das, was ich mir davon bisher vorstellen konnte - und werde dieses Fach als mein Studiumfach wählen).
Gruß
MI _________________ I have seen war, I hate war
Franklin D. Roosevelt |
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GoTo Ehrenmoderator

Anmeldungsdatum: 08.09.2004 Beiträge: 701 Wohnort: Burgwald
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Verfasst am: 28. Sep 2006 15:27 Titel: |
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Irgendwie ist es immer leichter, wenn man sich an der Geschichte entlang hangeln kann. So hat jedes Themengebiet (egal welcher Wissenschaft) immer einen Rahmen, an dem man die verschiedenen Entwicklungen erklären kann. Also ohne Geschichte würde ja jedem Vortrag/Präsentation ein wenig der rote Faden fehlen. |
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