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Chlodwig
BeitragVerfasst am: 27. Aug 2005 00:29    Titel:

[quote="GoTo"]Aber Fakt ist doch, dass viele technologische Erkungenschaft bzw. Erfindungen immer erst mit Angst und mit abstand betrachtet wurden.

Fakt ist eigentlich nur, dass man in der Geschichtswissenschaft immer nur sehr zaghaft von 'Fakten' sprechen kann, da es sich bei Geschichte immer nur um eine Rekonstruktion handelt.

Im Übrigen ist Gallileo ein schlechtes Beispiel, da es sich hierbei um die Frühe Neuzeit handelt.
GoTo
BeitragVerfasst am: 26. Aug 2005 12:43    Titel:

Aber Fakt ist doch, dass viele technologische Erkungenschaft bzw. Erfindungen immer erst mit Angst und mit abstand betrachtet wurden. Eine neue Technologie wurde meist erst mal als Werk des Bösens/Teufel dargestellt. Somit war das schon erst mal ein Hinderniss.
Beispiel aus der Physik: Gallileo mit seinem Weltbild
Chlodwig
BeitragVerfasst am: 23. Aug 2005 13:28    Titel:

Ich kann Gast nur zustimmen! Dass es sich bei dem Mittelalter um ein finsteres, schlimmes und zurückgebliebenes Zeitalter handelt, ist ein gängiges Geschichtsbild, welches sich hartnäckig seit den Humanisten hält.

Die Theorie mit den 1000 Jahren, die man heutzutage in technologischen Dingen weiter wäre, ist ebenfalls eine veraltete Vorstellung, die heute von den meisten Historikern nicht mehr vertreten wird (zumal die Frage nach einem 'Was-wäre-wenn' für einen Historiker methodisch garnicht zulässig ist; auch wenn es dazu schöne Bücher gibt und einen netten Aufsatz von Demandt).
gast
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2005 12:04    Titel:

na ja, ganz so ärmlich war nun das Mittelalter weiß Gott aber auch nicht ! Wenn Du anstelle des Begriffs Wirtschaft - Handwerk - setzt und z.B. denkst, an die "Bauhütten", die die glanzvollen Dome und Kathedralen erbaut haben, an die Anfänge der "Zünfte", an die Bergwerke zur Gewinnung von Salz und Metallen, und natürlich gab es auch schon recht früh einen gut organisierten Handel!
Mit den Stadtgründung geht einher die Organisation des Marktrechts, der Entstehung eines Bürgertums und ein florierendes Handwerk! Dies führte auch alsbald dazu, daß der vormals übliche Tauschhandel überging in eine beginnende "Geldwirtschaft" ! Zunächst waren es die Silber-Denare ( Pfennige) im 13 JH folgten dann die größeren Groschen ( Gros Tournois oder Prager Groschen als Beispiele). Mit Geld konnte auch "gewirtschaftet" werden (z.B. ansammeln, "sparen") und dies förderte ganz entscheidend die Wirtschaft und den Handel.
Auch die Klöster kann man in weitestem Sinne als gut organisierte Wirtschaftsbetriebe betrachten, die nicht nur Land- und Forstwirtschaft betrieben.
Und was die Technik betrifft: Schau dir mal z.B. das Gemälde vom alten Breugel " der Turmbau zu Babel" genau ( mit der Lupe ) an - du wirst erstaunt sein, wieviel Baumaschinen, Flaschenzüge, einfachen Kräne usw. es schon gab. Die Dachkonstruktionen - ja die Zimmermannskunst allgemein - verdient heute noch unseren Respekt; vieles an dieser wertvollen Kunst ging leider verloren! Und ebenso kannst Du auf alten Gemälden ( die besten Dokumentationen ihrer Zeit ) den Fortschritt in der Waffentechnik - rafinierte Ritterrüstungen, Prothesen ( z.B. Götz v. Berlichingen ) - Armbrust, Wurfmaschinen - und schliesslich - der Schiffsbau und die immer ausgefeiltere Technik der Takelage ermöglichte dann ende des 13 - 14 JH die "große Seefahrt" !
Also - auch wenn es noch keine Manufakturen und keine Motoren gab ( wenngleich das Wasserrad eigentlich durchaus als vorläufer der "Dampfmaschine" gesehen werden kann, was den Antrieb z.B. von Mühlen, Hammerschmiden usw. anlangte ) - Handwerk und Handel wuchsen mit der Population und den Siedlungen und Städten durchaus konform! Im Gegensatz zu heute gab es keine Arbeitslosen - ganz im Gegenteil ! Da die Kriegslust der Fürsten allzuviele Soldaten verschliß war eher immer Arbeitskräftemangel zu beklagen ! Das waren also noch Zeiten !!!
Hoffe, Dir hat's einwenig genützt, Gruß Gast
Reefi
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2005 23:06    Titel:

das einzige, was ich dazu beitragen kann ist das Wissen über die tatsache, dass die Kirche sehr viel unterdrückt hat. Historiker schätzen, dass wir schon um ca. 1000 jahre hätten weiter sein können. Aber die zeit des Aberglaubens ist jetzt endlich vorbei.
Eigentlich logisch, Inquisition und nochmehr "Verbrechen". Alles was neu war, wurde verboten. Und wenn man es sich überlegt ging die technisierung (richtig?) ab des 17. Jahrhundert richtig schnell voran. genau die zeit, in der die Kirche immer mehr an Einfluss verlor.
Hoffe, dass es weiterhilft.
Wunderschönen abend wünsch ich noch!
Angus
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2005 23:01    Titel:

Also für mich ist das jetzt irgendwie ein wenig zu allgemein Big Laugh
Gibt es denn noch nähere Informationen?
MarissaCo
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2005 18:23    Titel: Wirtschaft und Technologie im Mittelalter

Hi,
kann jemand mir helfen. Brauche Informationen zu diesem Thema. grübelnd

Danke im voraus

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