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Spieledieb

Anmeldungsdatum: 22.10.2004 Beiträge: 23
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Verfasst am: 01. Nov 2004 19:05 Titel: |
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| Devin Cant hat Folgendes geschrieben: |
Außerdem war Röhm nicht Führer der SA, sondern nur Stabschef. |
Genau! Und Hitler war nicht der Führer, er war nur Reichskanzler
Denk mal drüber nach was du da schreibst  _________________ Wer zuerst kommt malt zuerst. Wer danach kommt malt drüber |
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Stefan
Anmeldungsdatum: 12.09.2004 Beiträge: 21 Wohnort: Südhessen
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Devin Cant Moderator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 270
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Verfasst am: 01. Nov 2004 19:13 Titel: |
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| Spieledieb hat Folgendes geschrieben: | Genau! Und Hitler war nicht der Führer, er war nur Reichskanzler  |
Einige Zeit lang war Hitler auch nur Reichskanzler. Nachdem Hindenburg weg war wurden die Ämter Reichskanzler und Reichspräsident zusammengelegt.
Führer der SA war offiziell Hitler. Röhm hatte den Rang Stabschef und war dies auch nur, anders als Himmler bei der SS.
Im Militär gibt es auch noch Unterschiede zwischen Chef des Stabes und Kommandant. _________________ "Wenn man eine ruhmvolle Tat zu erzählen hat, so braucht man nicht zu sagen, dass sie ruhmvoll gewesen ist. Die einfache Darstellung des Verlaufes enthält das Lob. Nicht dem Erzähler, sondern dem Leser gebührt, die Anerkennung zu spenden." - v. Moltke |
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Spieledieb

Anmeldungsdatum: 22.10.2004 Beiträge: 23
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Verfasst am: 01. Nov 2004 19:17 Titel: |
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Liefer uns mal irgend einen Beweis dafür, dass Stabschef nicht = Führer ist! _________________ Wer zuerst kommt malt zuerst. Wer danach kommt malt drüber |
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Devin Cant Moderator

Anmeldungsdatum: 01.11.2004 Beiträge: 270
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Verfasst am: 01. Nov 2004 19:30 Titel: |
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Beim Militär:
| Lexikon der Wehrmacht hat Folgendes geschrieben: | Der Divisionsstab gliederte sich im Einsatz:
1. Divisionskommandeur
2. Führungsabteilung mit unterstellter Kartenstelle und Kradmeldezug.
3. Adjudantur
4. Quartiermeisterabteilung
1. Divisionskommandeur (Generalleutnant, später oft Generalmajor)
Verantwortlich für Führung und Zustand der Divisionen in allen Belangen.
Einen stellvertretenden Divisionskommandeur gab es nach der Gliederung nicht, bei Abwesenheit wurde der DivKdr durch den 1. Generalstabsoffizier ( I a) vertreten.
2. Führungsabteilung
- I a – Erster Generalstabsoffizier der Division. (G 3 / Chef des Stabes). Verantwortlich für Einsatz und Führung der Division. Leiter der Stabsarbeit im Divisionsstab.
Einen speziellen Chef des Stabes gab es bei der Division der Wehrmacht nicht. |
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Zusatz/Heer/DivisionsstabID-R.htm
| Militärlexikon der NVA hat Folgendes geschrieben: | Stab: im Militärwesen Führungsorgan eines Kommandeurs und Gleichgestellten ab Truppenteil aufwärts mit Planungs-, Organisations-, Koordinierungs- und Kontrollfunktionen.
Die wichtigsten Aufgaben des Stabes sind: die erforderlichen Angaben für die Entschlußfassung des Kommandeurs zu sammeln, auszuwerten und vorzubereiten;
den Entschluß des Kommandanten als Befehl vorzubereiten, diesen den Unterstellten zu übermitteln und seine Ausführung zu kontrollieren; ... |
| Wikipedia hat Folgendes geschrieben: | | Bis 1926 wurde der Kommandant der SA als "Oberster SA-Führer" (OSAF) bezeichnet. Bis zu diesem Jahre galt die SA als eine von der NSDAP völlig unabhängige nationalsozialistische Kampforganisation. Aber 1926 übernahm Adolf Hitler die Führung der SA, wurde also selbst Oberster SA-Führer. Für den bisherigen Amtsinhaber wurde der neue Titel des SA-Reichsführer eingeführt und dieser stand nun auch unter der völligen Kontrolle der Partei. Mit der Schaffung des SA-Reichsführers wurde das Gegenstück zur SS gebildet, welcher ebenfalls den Rang eines Reichsführers trug, aber diesem formal unterstellt war. Mit der Rückkehr Ernst Röhms in die SA wurde nun der Rang des Chef des SA-Stabes - kurz: SA-Stabschef - eingeführt. Ernst Röhm wurde zum bekanntesten Träger dieses Ranges, denn nach seinem Amtsantritt ging er auf direktem Gegenkurs zu Hitler. |
http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung#Aufbau_und_Gliederung _________________ "Wenn man eine ruhmvolle Tat zu erzählen hat, so braucht man nicht zu sagen, dass sie ruhmvoll gewesen ist. Die einfache Darstellung des Verlaufes enthält das Lob. Nicht dem Erzähler, sondern dem Leser gebührt, die Anerkennung zu spenden." - v. Moltke |
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Tonie Gast
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Verfasst am: 23. Nov 2004 14:55 Titel: "Röhm-Putsch" |
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Hallo Leute.
Das mit dem "Röhm-Putsch" war so eine Sache.
Ursprünglich war die SA ja als Saalschutz- und Störtruppe gegründet worden. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten hoffte die SA auf einen Machtzuwachs über eine Zusammenlegung von SA und Reichswehr zu einer Volksmiliz. Ob es wirklich konkrete Putschpläne gab ist nicht belegt, auf jeden Fall brauchte Hitler die Wehrmacht als loyale Einrichtung zur Durchführung seiner Kriegspläne. Eine Zusammenlegung mit der SA hätte er aber bestimmt nicht gefallen. Die SA hatte jedoch schon eine unglaubliche Machtfülle aufgebaut und war die einzige Organisation die Hitlers Machtaufbau noch gefährden konnte. Eine unbefriedete SA hätte also über kurz oder lang bestimmt zu Putschversuchen führen können.
Daher wurde letztendlich die gesamte SA-Führungsspitze und bei der Gelegnheit noch ein Paar alte Rivalen (z.B. Schleicher) liquidiert und unter Vorwand (!!!) der Putschpläne zur Staatsnotwehr erklärt. In der Folge wurde die SS (ursprünglich Elite-Einheit der SA) unter Himmler zum Staat im Staate aufgebaut, was nur erfolgen konnte, da sich Hitler auf die absolute Loyalität Himmlers verlassen konnte (mach das mal mit einer Organisation, die ganz anderes im Sinn hat!).
Viel Spaß noch.
Tonie  |
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Sana Gast
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Verfasst am: 20. Mai 2005 19:03 Titel: Re: Röhm-Putsch |
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Also, ich bin erst in der 7. und unser Thema in Deutsch ist dieses ganze Hitler-Geschisse! Und den Texten, die ich hier vor mir liegen habe, zufolge war Röhm Putsch der Anführer der SA. Und am 30. Juni 1934 beschuldigte ihn Hitler, Putschpläne zu hägen, sowie der Homosexualität. Dann wurden er und seine Leute halt verhaftet und getötet. Und zum neuen Stabchef wurde Viktor Lutze ernannt. Und so weiter und so fort...  |
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Silvia
Anmeldungsdatum: 30.06.2006 Beiträge: 1
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Verfasst am: 30. Jun 2006 10:08 Titel: Lügen über den 30. Juni 1934 |
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Nach den bisherigen Kenntnissen der Geschichtsforschung planten weder die SA noch Teile der SA zum 30. Juni 1934 einen Putsch. Dennoch hat sich nach dem damaligen Stabschef der SA, Ernst Röhm, für das Geschehen an diesem Tage bis zur Gegenwart der Ausdruck "Röhm-Putsch" eingebürgert.
Was man sicher über die Vorgeschichte des 30. Juni 1934 weiß, ist die Tatsache, daß Röhm und große Teile der SA mit der "nationalen Revolution" des 30. Januar 1933 nicht zufrieden waren. Für sie fehlte noch der zweite Teil, die "sozialistische Revolution". Außerdem war es zu erheblichen Spannungen zwischen Reichswehr und SA-Führung gekommen. Denn Röhm wollte aus Reichswehr und SA ein Milizheer - unter seiner Führung - machen, eine für die damalige Zeit wohl falsche Maßnahme. Die Spannungen zwischen Reichswehr und SA nahmen im Frühsommer 1934 zu. Röhm war zu keinem Kompromiss bereit, den Hitler mehrfach zu erreichen versucht hatte. Die Gefahr eines Bürgerkrieges in Deutschland mit der Möglichkeit des Eingreifens Frankreichs und/oder Polens stand ins Haus. Am 30. Juni 1934 ließ Hitler zur Bereinigung dieser Fragen die Spitzen der SA mit Ernst Röhm verhaften, ohne ein Gerichtsurteil zu erschießen.
Einzelheiten zur Vorgeschichte wie zum Ablauf dieser Tat sollen hier nicht näher untersucht werden. Es mag genügen, daß unter den wenigen noch vorhandenen Dokumenten über diesen Tag die Totenliste der Opfer vorhanden ist (1). Diese oder jene Änderung der Zahlen nach oben muß vielleicht noch angebracht werden (2).
Aus verschiedenen Gründen ist die Zahl der Toten des 30. Juni 1934 ein besonderer Tummelplatz für Geschichtsfälscher aller Richtungen. Im folgenden seien einige Beispiele genannt.
"Nach einem englischen Bericht ließ Hitler am 30. Juni 1934 in einer einzigen Nacht nicht 72, wie er angab, sondern 1184 seiner Mitkämpfer emorden." (3) So verbreitete Stefan Szende, ein Freund von Willy Brandt, der ihm ein Vorwort schrieb, falsche Zahlen.
Hans Bernd Gisevius erfand die Zahl von 200 bis 250 Personen, die am 30. Juni erschossen worden seien (4).
Kräftig log der Altkommunist Harry Wilde, indem er folgende Weisheiten zusammenphantasierte: "Aber auch SA-Befehle fälschte Heydrich, mit denen dann Hitler, Göring und Goebbels die Aktionen des 30. Juni 1934 einleiteten und rund 300 bis dahin unantastbare hohe SA-Führer ohne Urteil "umlegen" ließen (5).
Natürlich darf Golo Mann in diesem Reigen nicht fehlen. Er hat nicht die verkommene Sprache eines Harry Wilde, sondern lügt eine Nuance feiner. Es heißt bei ihm: "Am 30. Juni ließ Hitler den Hauptmann Röhm und Hunderte von seinen Freunden umbringen, die gesamte Führung der SA." (6)
Falschbehauptungen liefert auch Friedrich Stampfer (SPD). Er schreibt: "So kam es zu dem großen Morden vom 30. Juni ..., dem Hunderte von Nationalsozialisten, aber auch andere, wie General Schleicher, zum Opfer fielen ... Später wurde auch Major Buch erschossen (7).
Major Buch wurde aber damals nicht erschossen, sondern beging in einem amerikanischen KZ im Jahre 1949 Selbstmord (8).
Auf einer wegen des "Röhm-Putsches" einberufenen Reichtstagssitzung am 13. Juli 1934 gab Hitler nicht nur einen Überblick über das Geschehen, sondern teilte auch der Öffentlichkeit die Zahl der vom 30. Juni bis 2. Juli wegen "Teilnahme an dem Komplott" Hingerichteten mit. Laut Hitlers Angaben sind "19 höhere SA-Führer, 31 mittlere SA-Führer bzw. Angehörige, drei SS-Führer und fünf Parteiangehörige ... hingerichtet, d. h. erschossen worden. 13 SA-Führer und Zivilpersonen seien wegen Widerstand bei der Verhaftung erschossen worden (9).
Fußnoten:
(1) HEINRICH BENNECKE, Die Reichswehr und der Röhm-Putsch, Beiheft 2 der Zweimonatsschrift "Politische Studien", Olzog Verlag, München-Wien 1964. Hier ist auf Seite 8f. die amtliche Totenliste angegeben. Über Röhms Versuche, Hitler auszuschalten, und seine Verbindungen nach England und Frankreich vgl. Hans-Günter Richardi und Klaus Schumann, "Geheimakte Gerlich/Bell. Röhms Pläne für ein Reich ohne Hitler", Ludwig, München 1993.
(2) Auch bei Heinz Höhne, "Mordsache Röhm", Spiegel-Buch, Rohwolt, Reinbek 1984, enthält die Totenliste auf S. 319 ff. 85 Namen.
(3) Stefan Szende, "Zwischen Gewalt und Toleranz", mit einem Vorwort von Willy Brandt, Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1975, S. 86
(4) Hans Bernd Gisevius, "Adolf Hitler. Versuch einer Deutung", Rütten und Loening, München o.J., S. 292
(5) Harry Wilde, "Legenden um den Reichstagsbrand", in "Politische Studien", Heft 143, Mai/Juni 1962, S. 302
(6) Golo Mann, "Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts", S. Fischer, Frankfurt/M. 1965, S. 812
(7) Friedrich Stampfer, "Erfahrungen und Erkenntnisse", Verlag für Politik und Wirtschaft, Köln 1957, S. 252
(8) Persönliche Mitteilung seines Sohnes.
(9) "Chronik des 20. Jahrhunderts", Chronik, Gütersloh-München 1995, S. 480 |
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Schuelli
Anmeldungsdatum: 19.06.2005 Beiträge: 16 Wohnort: Altrip
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Verfasst am: 06. Sep 2006 21:01 Titel: |
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Auch wenn die Angelegenheit schon länger her ist, lasst mich noch einen Aspekt hinzufügen.
Hitlers Macht war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absolut gefestigt, denn die Reichswehr, hätte, wenn die gewollt hätte, diesen ganzen Spuk noch beenden können.
Dessen war sich Hitler sehr bewusst und deswegen wollte er sich nicht bei der Reichswehr unbeliebt machen, denn Röhm forderte ganz offen:" Der graue Fels der Reichswehr soll in den braunen Fluten der SA untergehen."
Sowas ist bei den Militärs nicht gerngesehen, denn die Reichswehr, früher in Weimar "Staat im Staate", also ein elitärer Kreis, wäre in einer "Pöbeltruppe" untergegangen.
Das mag auch ein Grund gewesen sein, weswegen Hitler (fast) die gesamte SA-Führung umbringen ließ.
Hitler wollte sich einfach die Loyalität der Reichswehr sichern.
Sagt Golo Mann sehr schön, und ist übrigens ein hervorragendes Buch.
Schuelli _________________ sic transit gloria mundi |
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