Xabotis Moderator

Anmeldungsdatum: 29.12.2010 Beiträge: 319
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Verfasst am: 06. März 2011 15:28 Titel: Re: Französiche revolution und mnationalstaat |
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Tut mir Leid, aber das Thema der französischen Revolution ist allein im Internet millionenfach durchdiskutiert worden, dass du da nicht irgendetwas gefunden hast glaube ich dir nicht.
Wir helfen dir gerne, wenn du konkrete Fragen im Bezug auf einen bestimmten Punkt in der französischen Revolution hast, aber wir schreiben dir hier keinen privaten Wikipediaartikel.
 _________________ Alles ist ein Zugang, um das Zentrum zu suchen.
(Konfuzius) |
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DmitriJakov
Anmeldungsdatum: 15.11.2010 Beiträge: 164
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Verfasst am: 06. März 2011 17:45 Titel: |
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Das Problem ist, dass das Thema schon einigermassen schwer ist. Immerhin ist das heutige Frankreich ... ich hab irgendwie nicht richtig mitgezählt ... die fünfte Republik?
Selbst die Historiker sind sich nicht einig ab wann die französische Revolution überhaupt als beendet und abgeschlossen betrachtet werden soll. Und dieser Zeitpunkt allein hat schon einen wesentlichen Einfluss darauf was als durch die Revolution geprägt git oder was als nachrevolutionäre Entwicklung gilt.
Zu einem Nationalstaat gehört m.E. auch nationales Recht. Und dieses wurde allgemeingültig für den gesamten Staat erst durch den Code Napoleon geschaffen. Davor galt im Süden römisches Recht und im Norden überliefertes Gewohnheitsrecht. Ich persönlich halte dies für die mit Abstand prägendste Leistung der Revolution, die am stärksten bis in das tägliche Leben der heutigen Franzosen nachwirkt. Und nicht nur dort, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Code_Civil
Ein weiteres prägendes Element ist die Gewaltenteilung, die allerdings nicht spezifisch auf die französische Revolution zurückgeht, sondern eher auf das Gedankengut seiner Vordenker. Dies wäre schonmal der erste Punkt auf der Liste "Mythos", denn dies war eben keine Leistung der Revolution gewesen, wurde ihr aber zugesprochen.
Andere Mythen: "Der König ließ sein Volk verhungern, weil er lieber in Versailles Hof gehalten hat und ihm das Volk egal war". Antwort: Nein, die Revolution war eine Revolution des Bürgertums, das durch den faktischen Staatsbankrott plötzlich zu verarmen drohte.
Mythos Bastille: "Der Sturm auf die Bastille diente dazu, die dortigen Gefangenen von der unmenschlichen Folter zu befreien". Antwort: In der Bastille wurde fast niemand gefangen gehalten. Die Horrorstories stammten unter Anderem vom Marquis de Sade (Namenspatron von Sadismus), der in der Bastille einsaß, weil ihn seine eigene Familie aus dem Weg räumen wollte. http://de.wikipedia.org/wiki/Bastille
Hauptmotiv des Sturms auf die Bastille war jedoch, die dortigen Munitionsvorräte zu erobern. Waffenkammern waren bereits erstürmt worden, aber es mangelte an Pulver und Blei. Und dies gab es eben zuhauf in der Bastille.
Mythos "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit": Antwort: Die Jahre nach der Revolution waren eine der schlimmsten Diktaturen, die Frankreich wohl je erlebt hatte. Staatswillkür und Staatsterror war an der Tagesordnung, und beileibe nicht nur gegen den Klerus und den Adel gerichtet, sondern gegen jedermann. Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren und Anklagen oft nur aufgrund von Gerüchten anstatt von konkretem Verdacht fanden täglich statt, gegen Ende sogar hundertfach am Tag.
So lässt sich der Mythos "Französische Revolution" schön zerpflücken. Lesestoff gibt es zu den Themen mehr als genug, ich wollte jetzt nur ein paar Stichworte geben. |
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